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Moderne, lichte Architektur zeichnet das geplante Bildungszentrum für Gesundheitsberufe am Klinikum aus.

Landkreis unterschreibt Vertrag für Gesundheits-Bildungszentrum

Unterricht ab November 2018

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Dem Bau des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe steht nichts mehr im Wege: Am Mittwoch unterschrieben Landrat Martin Bayerstorfer und Andreas Iding von der Firma Goldbeck den Generalvertrag für Bau, Betrieb und Unterhalt.

Erding - Es handelt sich um ein Projekt für knapp 20 Millionen Euro, für das Goldbeck das erste Vierteljahrhundert verantwortlich ist, ehe es in die alleinige Zuständigkeit des Landkreises fällt. Letzterer überweist während der Vertragslaufzeit pro Jahr pauschal etwa 750 000 Euro.

In dem Neubau westlich des Klinikums beziehungsweise des Medizin Campus’ werden auf drei Ebenen die Krankenpflege- und die Krankenpflegehelferschule des Klinikums untergebracht. Hinzu kommt die BRK-Schwesternschaft mit ihrer Altenpflegeschule als Mieterin. Sie befinden sich derzeit in Containern zwischen Klinikum und Personalwohngebäude.

Iding stellte gestern den Bauablauf vor, an dessen Ende im November kommenden Jahres die Inbetriebnahme stehen soll. „Bis zum Sommer läuft das Plan- und Genehmigungsverfahren“, so der Generalunternehmer. Bis August sollen die Erdarbeiten erledigt sein. Bis Jahresende steht der Hochbau an. Gearbeitet wird mit vormontierten Fertigteilen. „Zum Jahresende wird die Hülle des Gebäudes – geplant ist eine Fassade aus Weißtanne – fertig sein“, ist Iding überzeugt. Zwischen Januar und August 2018 will Goldbeck den Innenausbau stemmen, zwischen Juni und September die Außenanlagen. „Am 1. November 2018 wollen wir fertig sein“, so Iding. Dann könne der Unterricht beginnen.

Zu dem Geschäftsmodell erklärte Bayerstorfer, dass der Landkreis volle Kostenkontrolle habe. „Wir wissen genau, was wir jedes Jahr zahlen müssen.“ Durch die lange Vertragslaufzeit für Unterhalt und Betrieb von 25 Jahren sei sichergestellt, dass nachhaltig gebaut werde und hochwertige, weil langlebigere Materialien verwendet würden.

Sándor Mohácsi, Vorstandschef des Klinikums, sprach von einem „sehr erfreulichen Tag nach langer Erwartung“. Hier entstehe „mehr als eine Schule, nämlich ein Bildungszentrum, in dem nicht nur die drei Pflegeschulen untergebracht werden, sondern auch Fort- und Weiterbildungen stattfinden werden“. In der Branche sei wegen ihrer wachsenden Bedeutung „viel in Bewegung“. Mohácsi sprach zudem von einer „wichtigen strategischen Entscheidung gegen den Fachkräftemangel“. Insgesamt sei die Entwicklung gut, pro Jahrgang gebe es zwei Klassen. „Von den etwa 40 Absolventen pro Jahr bleibt rund die Hälfte bei uns.“

Schulleiter Michael Gügel sprach von einem „Meilenstein in der qualitativ hochwertigen Ausbildung“. Der Neubau und das umfassende Angebot dürften viele Bewerber veranlassen, sich für Erding zu entscheiden.

Bayerstorfer kündigte an, dass unter anderem das Gesundheits- und das Veterinäramt das Personalwohngebäude verlassen würden. Teils würden die Abteilungen ins freigewordene alte Landratsamt an der Langen Zeile umziehen. „Wir brauchen das Wohnheim dringend unter anderem für unsere Pflegeschüler, weil sie auf dem Markt nichts finden.“

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