Landrat Bayerstorfer zum Kreiskrankenhaus: "Die Lage ist sehr ernst"

Erding - Aufräumen mit der Diskussion ums Kreiskrankenhaus Erding will Landrat Martin Bayerstorfer. In der Eittinger Bürgerversammlung ließ die Ereignisse nochmals Revue passieren.

Allerdings: „Ich werde nicht zur Personalie Weigel sprechen“, sagte er, räumte aber ein: „Es war sicher eine meiner schwersten Entscheidungen, ihn vom Dienst freizustellen.“ Die Debatte rund ums Krankenhaus sei „so in der Presse hochgekocht worden“, so Bayerstorfer. Er machte die Berichterstattung unterschwellig für die Kündigung der Sana Kliniken AG zum 30. Juni 2011 mitverantwortlich.

Die Lage sei sehr ernst: „Wir müssen das Haus insgesamt im Auge behalten und schauen, dass es nicht den Bach runtergeht“, erklärte der Landrat. Als abschreckende Beispiele nannte er die Landkreise Freising, dort machte das Krankenhaus Moosburg dicht, und Mühldorf, wo die Klinik in Neumarkt/St. Veit geschlossen wurde.

Ein Ansatzpunkt in Erding sei die Zusammenarbeit mit der privat geführten Klinik in Wartenberg. „Wir haben als Landkreis in den neun Jahren mit Sana keinen einzigen Euro ausgleichen müssen“, betonte Bayerstorfer und stellte klar: „Ich möchte dieses Haus nie und nimmer verkaufen.“ Während seiner Amtszeit habe der Landkreis 50 Millionen Euro in die Häuser Erding und Dorfen investiert und mit 780 Angestellten das Personal um fast 200 Mitarbeiter angehoben, so der Kreisschef. (do)

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