Landrats- und OB-Wahl in Erding

Kommentar: Die Chefs müssen Federn lassen

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Die Stichwahlen im Landkreis und in der Stadt Erding waren eine spannende Angelegenheiten. Trotz glänzender Bilanzen mussten die Amtsinhaber Martin Bayerstorfer und Max Gotz federn lassen. Warum das so war und die Lage für beide jetzt nicht einfacher wird, analysiert Redaktionsleiter Hans Moritz in seinem Kommentar zur Wahl.

Es war schon eine kleine Sensation, dass Landrat Martin Bayerstorfer und Erdings Oberbürgermeister Max Gotz überhaupt in die Stichwahl mussten. Die haben beide gut überstanden, sie bleiben in ihren Ämtern. Aber, keine Frage, sie mussten Federn lassen.

Natürlich hängt das mit der gesamtpolitischen Lage zusammen. Die goldenen Zeiten der CSU mit absoluten Mehrheiten sind selbst in Oberbayern und jetzt auch in Erding vorbei. Bayerstorfer und Gotz sind Machtmenschen, das muss man in diesen Positionen auch sein. Doch sind sie in den vergangenen Jahren immer richtig mit dieser Macht umgegangen? Die Stärke eines Politikers bemisst sich auch daran, wie sie mit Schwächeren umgehen. Da ist bei beiden sicher noch Luft nach oben. Überheblichkeit gegenüber politischen Mitbewerbern, vor allem aber Bürgern zahlt sich am Ende nicht aus. Das haben Landrat und OB zu spüren gekommen.

Gotz und Bayerstorfer haben ihre Ämter auch deshalb verteidigt, weil sie beachtliche Bilanzen vorlegen können. Stadt und Landkreis stehen hervorragend da. Allerdings gehen sie wie die gesamte Politik schweren Zeiten entgegen. Im Moment bindet die Corona-Pandemie alle Kräfte. Danach stehen wirtschaftlich harte Zeiten ins Haus. Die Kommunen müssen sich darauf einstellen, deutlich weniger Steuereinnahmen zur Verfügung zu haben. Umso wichtiger wird ein kollegiales Miteinander.

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