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Schreiner zwingt Bayerstorfer in die zweite Runde

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Von: Hans Moritz

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Amtierender Landrat Martin Bayerstorfer muss in die Stichwahl. Bei seiner vierten Kandidatur kann sich der CSU-Mann gegen Hans Schreiner nicht durchsetzen.
Stunde der Wahrheit: Wahlhelfer leeren in der Mittelschule Altenerding eine Urne. Im Landkreis war es in den Abstimmungslokalen zu keinen Engpässen gekommen. Foto: Günter Herkner

Amtierender Landrat Martin Bayerstorfer muss in die Stichwahl. Bei seiner vierten Kandidatur kann sich der CSU-Mann gegen Hans Schreiner nicht durchsetzen.

Erding – Zum vierten Mal ist Martin Bayerstorfer zur Landratswahl angetreten, zum ersten Mal muss er in die Stichwahl. Mit Hans Schreiner, FW-Bürgermeister aus Bockhorn und gemeinsamer Bewerber von Freien Wählern, SPD und Grünen, lieferte sich der CSU-Kreischef knapp drei Stunden lang ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem keiner der beiden jemals über die 50 Prozent kam. Am Ende landete Bayerstorfer bei 48,9 und Schreiner bei 45,5 Prozent. Nur eine Nebenrolle spielte AfD-Kandidat Rainer Forster mit 5,6 Prozent.

Wichtig: Am 29. März ist Stichwahl in mehreren Kommunen und für den Landrat des Landkreises Erding. Ab 18 Uhr wird ausgezählt. Alle Ergebnisse, News und Reaktionen lesen Sie hier live im Stichwahl-Erding-Ticker.

Erst um 21.03 Uhr ließ sich Bayerstorfer im Sitzungssaal des Landratsamtes blicken – und versuchte, das Ergebnis weg zu lächeln. Drei Stunden lang hatte er sich mit seiner Familie und führenden CSU-Politikern in seinem Büro regelrecht eingemauert.

Alle Infos zur Kommunalwahl in Erding finden Sie im Live-Ticker. Hier gibt es auch die aktuellen Wahlergebnisse.

Bayerstorfer mit Ergebnis zufrieden

Er versicherte, den Zwang in die Stichwahl habe er vorausgesehen. „Heute habe ich meiner Frau auf einen Zettel 48,02 Prozent notiert, 48,93 sind es geworden. Also bin ich zufrieden.“ Er sieht sich im Negativtrend der CSU, die landesweit bei 39 Prozent liegt. Der Bundestrend sei noch schlechter. In Erding sei die Dreier-Koalition um Schreiner hinzugekommen. „Das war im ersten Wahlgang eigentlich nicht zu schaffen.“

Hoch erfreut reagierte Schreiner, der den Wahlabend wegen einer Erkältung zu Hause verbringen musste. „Ich bin hochzufrieden. Die Stichwahl erreicht zu haben, ist schon ein großer Erfolg.“ Er glaubt, dass das auch am schlechten Abschneiden des AfD-Bewerbers lag. Besonders freue ihn, dass er in der Stadt Eridng mit 52,9 Prozent die absolute Mehrheit errungen habe. Bayerstorfer kam hier nur auf 41,3 Prozent. Für die Stichwahl will Schreiner noch keine Prognose abgeben, glaubt aber, „dass das Corona-Management eher Martin Bayerstorfer in die Hände spielt“. Der will das noch nicht bewerten, gibt aber zu, dass das viele Briefwähler bei ihrer Stimmabgaben noch nicht hätten mit einbeziehen können.

Forster wollte am Wahlabend nicht mit der Heimatzeitung sprechen. Vorab teilte er schriftlich mit, sich bei seinen Wählern zu bedanken. Und das waren gerade einmal 3837. Für Bayerstorfer hatten 33 846 Bürger votiert, für Schreiner 31 494.  

Hans Moritz

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