Runder Tisch in der BBV-Geschäftsstelle (v. l.): Jakob Maier, Elisabeth Mayr, Ulrike Scharf, Johann Schwimmer, Dr. Andreas Lenz und Gerhard Stock.

Gesprächsrunde beim Bauernverband

Landwirtschaft leidet unter „desaströser Finanzmisere“

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Landkreis – Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) meldete Anfang Februar dieses Jahres bei ihrem Preisindex für landwirtschaftliche Erzeugnisse, dass mittlerweile der tiefste Stand seit sieben Jahren erreicht sei. So billig waren Produkte wie Milch, Fleisch, Getreide, Zucker, Pflanzenöle im Mittel seit April 2009 weltweit nicht mehr.

Das spüren auch die Erzeuger im Landkreis, wie sich aus einer Gesprächsrunde in der Erdinger Geschäftsstelle des Bayerischen Bauernverbands (BBV) ergab.

Die Kreisobmänner Jakob Maier und Johann Schwimmer, Geschäftsführer Gerhard Stock (alle BBV) sowie Kreisbäuerin Elisabeth Mayr sprachen darüber mit Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf und dem CSU-Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz. Auch die bayerischen Bauern würden demnach „eine anhaltende und desaströse Preismisere gerade bei Milch, Ferkeln, Fleisch und Getreide erleben, die kurz- und mittelfristig um die Existenz bäuerlicher Familienbetriebe fürchten lässt“. Bereits im zum Sommer 2015 abgeschlossenen Wirtschaftsjahr hatten die bayerischen Familienbetriebe im Durchschnitt schon jeden vierten Euro gegenüber ihrem Einkommen im Vorjahr verloren. Gründe seien unter anderem „übertriebene Verordnungen“, das Russlandembargo oder der Absturz des Rohölpreises und der sich zuspitzende Verdrängungswettbewerb des deutschen Lebensmitteleinzelhandels.  ml

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