Es muss damit geübt werden, die Besatzung braucht noch eine Einweisung vor Ort, auch wenn schon zehn Maschinisten beim Hersteller waren und eine erste Schulung bekommen haben.

Langenpreisinger Tanklöschfahrzeug 

In zwei Wochen einsatzklar

Drei Jahre dauerte der Beschaffungsprozess des neuen Tanklöschfahrzeugs TLF 4000 der Feuerwehr Langenpreising. 

VON KLAUS KUHN

Langenpreising – Es ist endlich da: Das neue Tanklöschfahrzeug TLF 4000 der Feuerwehr Langenpreising. Bis zuletzt stellte dieser Kauf die Aktiven auf eine Geduldsprobe: Drei Jahre dauerte der Beschaffungsprozess, 1200 ehrenamtliche Stunden hat allein der Fahrzeugausschuss der Wehr getagt, rund zehn Fahrzeuge dieses Typs besichtigt, bis das 350 000 Euro teure Auto mit einem Fahrgestell von MAN und einem Aufbau von Magirus endlich aufgebaut werden konnte.

Und dann auch noch der Megastau, als es ankommen sollte. Um 17 Uhr hätte der Wagen vor dem Gerätehaus stehen sollen, um 21 Uhr war es noch immer nicht so weit. Bürgermeister Peter Deimel litt mit den Kameraden: Auch er saß mit dem Abholtrupp im Stau. Die Kameraden vor Ort hatten für Verpflegung für die Besatzung gesorgt. Sie selbst wollten mit Wurstsalat und Getränken feiern, mussten sich aber auch in Geduld üben.

Und die Wehr wird weiter Geduld brauchen, bis sie das Fahrzeug effektiv einsetzen kann. Es muss damit geübt werden, die Besatzung braucht noch eine Einweisung vor Ort, auch wenn schon zehn Maschinisten beim Hersteller waren und eine erste Schulung bekommen haben.

5400 Liter Wasser und 500 Liter Schaummittel führt das Auto mit, verfügt über einen Dachwerfer und einen mobilen Monitor. Wenn es der Maschinist drauf anlegt, kann die Pumpe diese gewaltige Wassermenge in zwei Minuten verspritzen.

Dabei ist es nicht einmal der größte lieferbare Wassertank. Der Fahrzeugausschuss hatte sich für 5400 Liter Wasser entschieden, weil das Gesamtgewicht 18 Tonnen nicht übersteigen darf, aber eine große feuerwehrtechnische Beladung möglich sein sollte. An Bord sind Aggregat, Beleuchtungsanlage, Sonderlöschmittel, Erste-Hilfe-Ausrüstung wie Rucksack und Spine-Board, alle Armaturen zur Brandbekämpfung, Ausrüstung für die Verkehrsabsicherung sowie vier Pressluftatmer samt Reserveflaschen.

In rund zwei Wochen soll das Fahrzeug einsatzklar gemeldet werden. Dann kann das alte Fahrzeug, das TLF 16/24 aus dem Jahr 1988 in den Ruhestand. Dann wird das Auto nur noch bei Oldtimertreffen zu sehen sein. Der Feuerwehrverein darf nämlich nach einem Beschluss des Gemeinderats das Fahrzeug als Traditionsfahrzeug übernehmen. Eine offizielle Fahrzeugweihe für das TLF 4000 wird es auch geben. Diese ist nach dem aktuellen Planungsstand der Feuerwehr für den kommenden Ostermontag vorgesehen. Für das Fahrzeug hat die Gemeinde einen Zuschuss des Freistaates in Höhe von rund 110 000 Euro bekommen.

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