Katholisches Bildungswerk

Der Lehrer und sein Schüler treten ab

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Klettham – Eine Ära ist beim Katholischen Bildungswerk zu Ende gegangen. Vorsitzender Andreas Biller hat seinen Posten an Walter Müller abgegeben. Auch Vize Hermann Bendl und einige Ausschuss-Mitglieder sagten Servus.

Der Lehrer und sein Schüler stehen nicht mehr an der Spitze des Katholischen Bildungswerks (KBW) Erding. In der Mitgliederversammlung am Dienstagabend im Kletthamer Pfarrheim St. Vinzenz ist das Duo abgetreten. „Andreas Biller war einer meiner ersten Schüler am Gymnasium Erding“, sagte Hermann Bendl. Der Schüler, das ist derjenige, der das Vorsitzenden-Amt vor 25 Jahren von seinem Lehrer übernommen hatte. Bendl war damals schon von 1982 bis 1991 der starke Mann beim KBW gewesen. Seit 2012 hat er wieder als Stellvertreter seines Zöglings fungiert.

„Ich weiß nicht mehr, wie seine schulischen Leistungen waren. Aber ich vermute mal, sie waren ausgezeichnet“, sagte Bendl über Biller und sorgte für Lachen und lautes Klatschen bei den Anwesenden. Überhaupt wurden die beiden in der Versammlung mit Lob und Dankesworten nur so überschüttet. Der neue Geschäftsführer Hans Otto Seitschek sagte beispielsweise, er habe „ein bestelltes Haus vorgefunden“, als er seinen Posten im September angetreten habe.

Wie berichtet, hatte Seitschek das Amt von Albert Schuster übernommen, der ein halbes Jahr zuvor aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. In der Zwischenzeit leitete Bendl die Geschäfte. Und zwar so gut, dass das KBW trotz der Umstände wieder „ein dickes Programm“ aufstellen konnte, sagte Seitschek.

Biller bedankte sich bei allen für die gute Zusammenarbeit. „Es war eine wunderbare Zeit, die ich nicht missen möchte“, sagte er. Sein Nachfolger wird Walter Müller, der von sämtlichen 28 Mitgliedern eine Ja-Stimme bekam. Als Rentner bringt der 68-jährige dreifache Vater und zweifache Opa viel Zeit für sein Ehrenamt mit. „Ob ich es auch 25 Jahre lang mache, weiß ich nicht, denn dann wäre ich 93. Aber ich werde es versuchen“, kündigte Müller an.

Seine Stellvertreterin Karin Brielmair wurde mit einer Gegenstimme gewählt. Die 58-jährige Leiterin des Kinderhauses St. Wolfgang war bis zuletzt Mitglied des geschäftsführenden KBW-Ausschusses (GA). Mit ihr verließen auch Steinkirchens Bürgermeisterin Ursula Eibl, Franziska Marschall und Bernhard Christian den GA.

Über ihre Nachfolger wurde abgestimmt, „bis die ersten Hochrechnungen für die Vorsitzenden kommen“, so Wahlleiterin Margit Junker-Sturm. Die Vorsitzende des Kreiskatholikenrats gehört dem GA genauso weiter an wie Alexandra Gotz und Kreisdekan Michael Bayer. Neu ins Team mit 100 Prozent der Stimmen wurden Franz Angermeier, Andreas Kerscher und Agnes Steinmetz gewählt.

Angermeier, Jahrgang 1952 und Rentner, sagte aufgrund seiner beeindruckenden Bart-Pracht, er sei weder von ZZ Top noch ein Rockstar. Zwei Harleys fahre er trotzdem. Kerscher ist Religions- und Lateinlehrer am Gymnasium Dorfen, hat drei Kinder – „und die dazugehörige Frau“, wie er unter dem Lachen der Zuhörer hinzufügte. Steinmetz, Lehrerin aus Langengeisling, war nicht anwesend. Hedwig Englhart aus Hörlkofen bleibt Kassenprüferin. Ihr zur Seite steht nicht mehr OB Max Gotz, der den Posten 14 Jahre lang bekleidet hatte, sondern CSU-Stadtrat Burkhard Köppen. Ein Evangele beim KBW, wie er selbst anmerkte. Bericht folgt.

Markus Schwarzkugler

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