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Landschaftsprägend: Im Erdinger Land gibt es etwa 80 Biogasanlagen, hier zwei zwischen Dorfen und Schwindegg ganz im Osten des Landkreises.

Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 

Lenz: Keine neuen Biogasanlagen

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Erding – Für die Landwirte im Landkreis gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: Neue Biogasanlagen dürfte es keine mehr geben. Dafür können bestehende Gär-Kraftwerke weiter gefördert werden. Danach sah es lange nicht aus.

Von Hans Moritz

Rund 80 Biogasanlagen gibt es im Landkreis Erding. Die Region ist damit einer der Spitzenreiter in Bayern mit 3600 Öko-Kraftwerken, die die Versorgung von 2,3 Millionen Haushalten gewährleisten. Ausgerechnet das politische Hickhack um die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hätte dem Prozess „Strom durch Gärung“ beinahe den Garaus gemacht. Dies berichtet der CSU-Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz.

Es ist eine komplexe Materie: Das neue EEG rückt die grüne Energie nach den Worten Lenz’ näher an den Wettbewerb – und zwar durch die Einführung von Ausschreibungen. Deren Volumen beträgt 1050 Megawatt – für die CSU eine „wirtschaftliche Perspektive für sechs Jahre“.

Was bedeutet das in der Praxis? Fördermittel sollen nach Angaben des Abgeordneten nicht mehr einfach nach Aktenlage freigegeben werden, sondern in einem Bieterverfahren. Damit entsteht mehr Planbarkeit.

Das macht es für die Landwirte nicht einfacher. Wer schon heute Biogas erzeugt, ist eine Sorge aber los. Denn Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ist mit seinem Plan gescheitert, Biomasse nicht in die EEG-Ausschreibungen einzubeziehen, sondern diese Form der Energieerzeugung abzuwracken. Damit wäre der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich gewesen.

Lenz ist über den Rückzieher des Vize-Kanzlers froh. Er weist darauf hin, dass die Kehrtwende die bayerische Handschrift trage. „Biogasanlagen werden im Rahmen des EEG weiter berücksichtigt und gefördert.“ Durch die Erlaubnis, dass sich Bestandsanlagen an den europarechtskonformen Ausschreibungen beteiligen, „kann die Anschlussförderung nach Auslaufen der 20-jährigen Bezuschussung aufrecht erhalten werden“, so Lenz. Erleichtert ist er zudem darüber, „dass dies auch für kleine Anlagen mit einer Leistung von 150 Kilowatt gelte“.

Einen Haken hat der Konsens: Lenz ist überzeugt, dass die 1050 Megawatt Ausschreibungsvolumen „dazu führen werden, dass es voraussichtlich keine neuen Biogasanlagen geben wird“.

Dafür könne der Bestand überleben. Das ist ihm wichtig. Denn Biomasse weise eine hohe Systemdienlichkeit auf – sprich: „Biomasse liefert auch dann Strom, wenn der Wind nicht weht, und die Sonne nicht scheint.“

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