Wie im Urwald ging es beim Faschingskranzl im Mayr-Wirt zu. Bei der Maskenprämierung machte Seriensiegerin Anni Gunst (3. v. r.) das Rennen vor Julia Seidel (2. v l.) und Dagmar Schranz (3. v. r.). foto: bauersachs

Faschingskranzl

Leoparden-Weibchen und Black Ladies bei der Frauengemeinschaft

Erding – Es ist ein Höhepunkt der besonderen Art im Erdinger Fasching: Der Ball der Frauengemeinschaft von St. Johannes beim Mayr Wirt. Heuer stand er unter dem Motto „Wie im Urwald“ – und fast alle Damen hielten sich daran.

Unzählige Leopardenweibchen, glamouröse Girls aus dem Dschungelcamp, Black Ladies aus Afrika und sogar Affen und Elefanten tummelten sich auf der Tanzfläche. Vorsitzende Theresa Erhard führte mit Witz(en) und Humor durch den Abend. Sie war auch das erste Opfer in einem der Sketche, die unter der Regie von Ballmutter Waltraud Sandner für strapazierte Lachmuskeln sorgten.

Gottvater (Hilde Scharl) und der Heilige Petrus (Cilli Wenzel) haben in Zusammenarbeit mit zwei reizenden Rauschgoldengeln (Marianne Eisenbeiss und Annemarie Scharl) eine Überfrau im Bausatz-System geschaffen, wobei jeder Körperteil mit entsprechenden Kommentaren zusammengefügt wurde, bis das Prachtweib perfekt war.

Einen Hauch Erotik enthielt der nächste Akt, als Petra Maisch im knappen Negligé und Marille Stoiber als nörgelnder Gatte im Ehebett lagen. An Sex war nicht zu denken. Daran war aber nicht die Matratze schuld, sondern des Gatten Gebiss, auf dem er lag.

Dann ging’s zu wie im wirklichen Leben: Nicht die Mutter des kleinen Kurti kam zum Elternsprechtag zur Lehrerin (Irmi Zottmann), sondern die neugierige Nachbarin (Alberta Kracher). Dabei wurde der Bub nicht als Musterschüler, wie von der Mutter gepriesen, sondern als „Saufratz“ entlarvt. Eine Gerichtsverhandlung mit Karin Blattenberger (Richter), Irmi Zottmann (Angeklagter) und dem Opfer (Waltraud Sandner) durfte nicht fehlen.

Höhepunkt der Sketche war die Wallfahrt zum Heiligen Vergissunsnicht mit der Bitte um einen Mann. Die Damen kamen letztlich zur Einsicht, dass man es allein (sehr oft) schöner habe.

Auch das Erdinger Prinzenpaar Conny I. und Daniel I. machte den Damen seine Aufwartung. Statt der Garde begeisterten vier junge Mädchen, die von Lissy Pfeiffer trainiert werden, mit ihren Tänzen das Publikum. Voller Spannung wartete man schkließlich auf die Prämierung der schönsten und originellsten Masken. Wieder einmal ging Anni Gunst als verdiente Siegerin hervor, gefolgt von Julia Seidel und Dagmar Schranz.

von Marianne Jorum

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