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Publikumslieblinge: Die Singmäuse und der Kinderchor pr äsentierten drei rührende Weihnachtslieder. Nicht alle nahmen ihre Aufgabe als Sänger so richtig ernst, was Leiterin Ara Maria Scholz (Mitte) aber nicht aus der Ruhe brachte. Mit Engelsgeduld wirkte sie auf die Kleinen ein. Fotos: Roland Albrecht
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Begrüßte die Gäste : Redaktionsleiter Hans Moritz.
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Temperamentvoller Tango: Spanisch inspirierte Gitarrenklänge bot das Gitarrentrio um Peter Hackel (r.).
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Engelsgleiches Hörerlebnis (v. l.): Michael Vaas, Claudia Góndola de Hackel, Alexander Scholz und Ira Maria Scholz adaptierten einen Abba-Song.
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Traditionelles Schlusslied: OB Max Gotz stimmte „Lasst uns froh und munter sein“ an.
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Stille Nacht im Tango-Rhythmus spielte das Finalis-Streichquartett unter der Leitung von Veronika Marschall (2. v. r.).
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Rasantes Akkordeonspiel: Sophia Till und Michael Schirmer.
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Festlicher Auftakt: das Bläserquartett Johannes Runkel und Korbinian Tuschl (beide Trompete), Felix Mayr und Franz Bachmair (beide Posaune).

Lustige Szenen und eine eigene Hymne

Einen stimmungsvollen Adventsabend mit vielen Lachern, rührenden Szenen und kleinen Überraschungen erlebten die Besucher am Freitagabend beim Benefizkonzert für das Leserhilfswerk Licht in die Herzen im vollen Saal der Kreismusikschule (KMS).

Erding – Der festliche Ruf des KMS-Bläserquartetts führte das Publikum sogleich mitten hinein in die Adventszeit. Zum elften Mal veranstaltete der Erdinger/Dorfener Anzeiger in Kooperation mit der KMS den musikalischen Abend, der mittlerweile zu einem festen Termin in der Vorweihnachtszeit geworden ist. Fast 15 000 Euro sind über die Jahre bei den Konzerten zusammengekommen, heuer warfen die Besucher 1550 Euro in die Spendentrommel.

Für das Programm, in dem regionale Musiker für Bedürftige im Landkreis einen adventlichen Abend gestalteten, zeichneten erneut Bernd Scheumaier, Leiter der KMS, und sein Stellvertreter Peter Hackel verantwortlich. Für die Technik, die Verpflegung, und dass überhaupt alles klappte, war Erich Rummel zuständig. Die Moderation übernahm in gewohnt charmanter Manier Vroni Vogel.

Scheumaier begrüßte das Publikum und freute sich über die vielen Ehrengäste. Bevor er an Redaktionsleiter Hans Moritz das Wort übergab, stimmte er für ihn auf dem Flügel „Alles Gute“ an und sang gemeinsam mit dem Publikum ein Geburtstagsständchen.

Moritz freute sich über die Überraschung und verkündete, dass vergangenes Jahr über 150 000 Euro für Licht in die Herzen gespendet worden seien. Statistisch betrachtet hat somit jeder Landkreisbürger über einen Euro gespendet. Er versicherte: „Jeder Euro ist wichtig, weil es nicht sein sollte, dass Menschen nach einem harten Arbeitsleben nachts Flaschen sammeln gehen, weil es nicht sein darf, dass Kinder nicht an der Schulspeisung teilnehmen können, weil es sich die Eltern nicht leisten können. Und weil es unerträglich ist, wenn das Personal einer Mittagsbetreuung losziehen muss, um Kindern eine warme Jacke oder dichte Schuhe zu kaufen.“

Mit alpenländischer Volksmusik lud das Cousinenkranzl die Zuhörer ein, inne zu halten und sich die gute Stube vorzustellen, in der auf dem Land früher im Winter oft Hausmusik gemacht wurde. Nostalgische Bilder kamen bei der stimmigen Volksmusik auf. Das Ensemble hat sich diesen Namen wegen verwandtschaftlicher Bande gegeben, wie das Publikum erfuhr: Daniela und Sabrina Fischer (Gitarren), Maria Hörmann (Flöte), Vroni Hörmann, (Violine) Anna Zöller (Akkordeon) und Franziska Zöller, (Hackbrett). Geleitet wird die Gruppe von Ursel Adelsberger.

„Die Harfe gilt ja als himmlisches Instrument“, erinnerte Vroni Vogel. Im Konzert gab es gleich mehrere davon im harmonischen Zusammenklang. Es musizierten Rebecca Eschbaumer, Maria Grün, Mariana Rademacher-Rodrigues und Leiterin Maria Schirmer. Sie spielten einen „Boarischen“ und entführten anschließend in die Märchenwelt mit „Drei Nüsse für Aschenbrödel“. Die Romantischen im Publikum ritten dabei gedanklich mit Aschenbrödel durch die verschneite Winterlandschaft.

Dann kam noch einmal das Bläserquartett mit einem Tanz, dem sogenannten Allemande auf die Bühne. In südliche Gefilde entführte das Gitarrentrio Benedikt Irl, Robert Zimmermann und Peter Hackel mit „Rumba Catalán“. Für ihre temperamentvolle, spanisch inspirierte Musik ernteten die virtuosen Gitarristen viel Applaus.

Michael Schirmer und Sophia Till erfreuten bei „Libertyn“ mit ihrem rasanten Tastentango auf dem Akkordeon. Man sah das tanzende Paar förmlich vor sich. „Wie es sich wohl anhört, wenn die Heilige Nacht im Tangorhythmus begrüßt wird?“, fragte sich Vroni Vogel. Die Antwort gab das Finalis-Streichquartett mit einem Tango de Nochebuena – Stille Nacht im Tango-Rhythmus. Die beiden Geigerinnen Katharina Bauer und Franziska Mayr, Elias Wagner am Cello und Leiterin Veronika Marschall auf der Bratsche interpretierten zudem den festlichen Kanon in D von Johann Pachelbel.

Magisch wurde es bei dem Stück „Like an Angel passing through my room“. Inspiriert vom Abba-Song fand sich extra für diesen Abend ein Musikerquartett zusammen, um ein engelsgleiches Hörerlebnis zu schenken: Claudia Góndola de Hackel (Querflöte), Alexander Scholz (Geige), Michael Vaas (Klavier) und Ira Maria Scholz. Die Sopranistin glänzte mit ihrer virtuosen Stimme, aber nicht nur damit. Mit einer Engelsgeduld hielt sie die „Singmäuse“ in Schach, die sie als Leiterin für ihren Auftritt bereits vor der Bühne platziert hatte, allen voran ihren Sohn Leo. Der hatte sich entschlossen, trotz Hinderungsversuchen vernünftiger Sängerinnen, Mamas Beine während das Auftritts zu umklammern – ein lustiger und rührender Moment zugleich.

Überhaupt sorgen die Kleinen, fein zurecht gemacht in Glitzerkleidchen und Fliege, jedes Jahr erneut für Lacher und heimsen den meisten Applaus ein. Drei Stücke gab der Chor zum Besten. Die couragierten Solistinnen Helena Adami, Luzia Scholz und Angelina Wagner sorgten für die zweite Überraschung: Ira Maria Scholz hatte das Lied „Zünd ein Licht an“ etwas umgetextet, so dass die drei jungen Sängerinnen „Bring Licht in die Herzen, in unsere Herzen“ sangen und damit eine eigene Hymne für das Leserhilfswerk kreiert hatten.

Schließlich setzte sich OB Max Gotz an den Flügel, auch das hat Tradition, und alle zusammen sangen „Lasst uns froh und munter sein“. (Alexandra Anderka)

Licht in die Herzen

Das Leserhilfswerk des Erdinger/Dorfener Anzeiger unterstützt in Not geratene Bürger im Landkreis. Spenden sind auf das Konto (Nummer 17 111) bei der Sparkasse Erding möglich. Kontoinhaber: Zeitungsverlag Oberbayern. IBAN:DE54 7005 1995 0000 0171 11. Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt. Dies vermerken Sie bitte mit Ihrer Adresse auf dem Überweisungsträger. Die Namen der Spender werden veröffentlicht. Wer dies nicht wünscht, vermerkt es bitte ebenfalls auf der Überweisung.

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