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Licht in die Herzen 

Sie sind da, wenn das Leben zu Ende geht

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Seit sechs Jahren gibt es das Palliativ Team Erding (PTE). Die Ärzte und speziell geschulten Pflegefachkräfte leisten eine segensreiche Arbeit. Seit das PTE als gemeinnützige GmbH gegründet worden ist, wird es vom Leserhilfswerk „Licht in die Herzen“ unterstützt.

ErdingDas PTE begleitet und versorgt schwerstkranke Patienten auf ihrem letzten Weg und stützt deren Angehörige nach Kräften. Rund um die Uhr ist das Team für sie erreichbar. Und es ist auf finanzielle Hilfe angewiesen: für die Patienten und deren Familien, die eine langwierige und schwere Erkrankung gleichermaßen trifft und oft auch aus der Bahn wirft.

Damit umzugehen, ist nicht leicht. Auch wenn die Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung (SAPV) vom Hausarzt verordnet und von den Krankenkassen bezahlt wird, so wird doch nicht alles übernommen, was notwendig ist. Beispielsweise der Einsatz einer Psychoonkologin wie Dr. Barbara Scholtissek. Die 55-Jährige ist ausgebildete Ärztin und zusätzlich in Palliativmedizin und körperassoziierter Psychotherapie geschult. Scholtissek arbeitet eng mit dem PTE im Landkreis zusammen. „Ich betreue die Patienten und Angehörigen ab der Diagnosestellung. Das ist wichtig“, sagt sie. So werde Vertrauen aufgebaut. Sie erlebe die Aufs und Abs mit, wenn neue Befunde vorliegen und Entscheidungen getroffen werden müssen. „Man kann sehr viel tun“, sagt sie voller Überzeugung: „In jedem Stadium einer Erkrankung gibt es Möglichkeiten und Verfahren, die wohltuend und heilsam auf Körper, Geist und Seele einwirken können.“

„Das ist das, was wir vom Pflegebereich nur in gewissem Rahmen abfangen können“, erklärt Barbara Huber, stellvertretende Pflegeleiterin im PTE. „Barbara Scholtissek ist eine große Stütze für uns.“ Allerdings kann sie nicht so oft helfen, wie gewünscht, denn die Psychoonkologie oder die Atemtherapie, die Scholtissek beispielsweise bei Patienten anwendet, die schwer Luft bekommen oder besonders unruhig sind, werden von den Kassen nicht bezahlt. „Das finanzieren wir alles aus Spenden. Dazu brauchen wir weiter finanzielle Hilfe, weil es vielen Patienten gut tun würde,“ sagt Huber.

Scholtissek besucht ihre Patienten meist zu Hause, aber auch in der Klinik, auf der Palliativstation oder im Hospiz. Die Menschen zu stärken und zu stützen, ist ihr wichtig: „Ich schaue, was möchten sie gerne, was brauchen sie, dann reagiere ich.“ Zu ihrem ganzheitlichen Ansatz gehören Einzelgespräche, Entspannungstechniken, manuelle Therapie und auch Übungen, die sie mit Patienten und Angehörigen gemeinsam macht. Scholtisseks Engagement ist mit dem Tod des Patienten nicht zu Ende. „Viele Angehörige kommen erst zu mir, wenn der Patient gestorben ist und sagen: ,Jetzt bräuchte ich Sie’“, erzählt die Psychoonkologin. „Wir weinen zusammen, wir lachen aber auch zusammen. Ich bin glücklich, dass ich die Arbeit so machen darf.“ Oft sind die Schicksale auch für sie bedrückend: „Wenn die Mutter einer achtjährigen Tochter stirbt und nicht weiß, was die Zukunft für ihr Kind bringen wird.“ Es gebe aber auch freudige Erlebnisse, etwa wenn sie nach einem Jahr ein Urlaubsfoto mit glücklichen Gesichtern erreiche. Oder wenn per SMS ein „Danke“ geschickt wird. Scholtissek weiß: „Die Trauerphase hört nie auf. Sie wird nur anders.“

Acht Pflegefachkräfte arbeiten mittlerweile im Palliativ Team Erding. Rund 300 Patienten haben sie heuer betreut. Zum Jahresende hin beginnt eine ganz intensive Zeit, erzählt Barbara Huber. Die 52-jährige Krankenschwester ist seit fünf Jahren Palliativ-Care-Fachkraft. „Gerade in der Adventszeit wollen viele Patienten nach Hause zu ihrer Familie. Sie bringen die letzte Kraft auf, um Weihnachten zu erleben“, sagt die gebürtige Erdingerin. Auch für die Angehörigen sei es häufig das Ziel, Weihnachten ein letztes Mal gemeinsam zu verbringen. „Das ist aber auch mit Angst verbunden, und ganz viel Trauer“, sagt Huber. Hier können das PTE, seine Patienten und deren Angehörige auf die Hilfe von Dr. Barbara Scholtissek bauen.

Licht in die Herzen

Das Leserhilfswerk des Erdinger/Dorfener Anzeiger unterstützt unverschuldet in Not geratene Bürger im Landkreis. Spenden sind auf das Konto (Nummer 17 111) bei der Sparkasse Erding möglich. Kontoinhaber: Zeitungsverlag Oberbayern. IBAN:

DE54 7005 1995 0000 0171 11.

Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt. Dies vermerken Sie bitte mit Ihrer Adresse auf dem Überweisungsträger. Die Namen der Spender werden veröffentlicht. Wer dies nicht wünscht, vermerkt es bitte ebenfalls auf der Überweisung.

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