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Spendenübergabe (v. l.): Marie France, Martin König und Helga Stieglmeier.

Licht in die Herzen 

Lohnende Beleidigung

Erding – Es ist die kurioseste Geschichte, die das Leserhilfswerk Licht in die Herzen von Erdinger/Dorfener Anzeiger erzählen kann. Fangen wir mit dem guten Ende an: 1200 Euro für bedürftige Menschen im Kreis Erding.

Der Weg dorthin war lang. Er begann mit einer NPD-Kundgebung vor zwei Jahren auf dem Schrannenplatz. Helga Stieglmeier, damals Grünen-Kreisvorsitzende, hatte sich unter die Gegendemonstranten gemischt. Ein pöbelnder Rechtsradikaler brachte Stieglmeier derart in Wallung, dass sie ihn ein „Arschloch“ nannte. Dafür musste sie 400 Euro Strafe zahlen. Die Erdingerin entschied sich für ein Flüchtlingsprojekt.

Unlängst entbrannte zwischen ihr und Martin König, Wirt des Kreuzeder in Klettham, eine Debatte auf Facebook. Schließlich einigte man sich auf ein Treffen. Das verlief mehr als versöhnlich. König bot an, 100 Euro der Strafe zu übernehmen. Die wollte Stieglmeier erneut spenden. Beide erhöhten auf je 200 Euro für Licht in die Herzen. Bei der Übergabe waren es dann 1200 Euro – 1000 vom Wirt, 200 von der Politikerin.

König meinte: „Stieglmeier hat genau das Passende gesagt. Und ich spende gerne, weil es uns gut geht und wir gesund sind.“ Die Heimatzeitung sagt Danke!

ham

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