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Kann Gedanken lesen und diese übertragen: Luke Dimon, hier in der Stadthalle mit seinen Probanden. Die Vorführung ist gelungen.

Magier in der Stadthalle

Luke Dimon liest Gedanken

Erding – Zum zweiten Mal hat der Magier Luke Dimon aus Forstinning seine Kollegen in die Stadthalle Erding zu einer Gala geladen und seine Gäste damit verzaubert.

Eine tolle Mischung aus Großillusion, Pantomime, Fingerfertigkeit, Erzählkunst und Comedy war am Donnerstagabend in der ausverkauften Stadthalle geboten. Der Meistermagier des Jahres, Luke Dimon, alias Lukas Lehnertz aus Forstinning, hat sieben Weltklasse-Magier um sich geschart und ein abwechslungsreiches Programm unter dem Titel „Pure Illusion“ zusammengestellt.

Mit der Großillusion von Marc & Alex aus Stuttgart wehte ein Hauch von Las Vegas in der Stadthalle. Die beiden ließen ihre Begleiterin in der Luft schweben und in Sekundenschnelle in eine andere Garderobe schlüpfen, um sie am Ende zu zersägen. Da blieb schon mal der Mund vor allem der jüngeren Besucher, von denen viele da waren, offen.

Les Frères Taquins aus Belgien hingegen verblüfften das Publikum mit ihrer Weltklasse-Pantomime. Einmal spielten sie fantastisch zwei Kinobesucher, das andere mal mimte einer der beiden eine Puppe, das man sich wirklich kurz fragte, ob die vielleicht doch kein Mensch ist. Den Beweis liefert die Puppe spätestens dann, als sie mit einer Dame aus dem Publikum einen flotten Tanz hinlegte. Die Zuschauerin meisterte ihr Einlage als aufreizende Verführerin bravourös.

Durch den Abend führte Helge Thun. Er amüsierte die Zuschauer mit seiner eloquenten und schlagfertigen Moderation. Während die Bühne hinter dem schwarzen Vorhang für die nächste Nummer vorbereitet wurde, plauderte er aus dem Nähkästchen, flirtete mit Britta aus dem Publikum und zeigte seine flotten Zaubertricks mit Würfeln und Seil. Dann gab der Sänger auch noch den Klassiker „Mein kleiner grüner Kaktus“ umgedichtet zum Besten. Schließlich kam er als Bruno Brasiliani in glitzerndem Sakko selbst als Zauberer auf die Bühne. Spätestens da wusste das Publikum, das bei dieser Nummer wegen der feuchten Aussprache in Deckung gehen musste: Das ist ein Tausendsassa.

Wild her ging es auch bei Ben Profane. Der selbt ernannte Risikofaktor erheiterte mit mehr oder weniger wahren, auf jeden Fall aber witzigen Geschichten aus seinem Leben. Gleichzeitig erschreckte und verblüffte der Münchner mit seinen selbst gebastelten Waffen und einem tollen Zaubertrick. Ruhiger ging es bei Siebensinn zu. Zu schaurigen Geschichten präsentierte er seine Tricks.

Mystisch wurde es bei Luke Dimon. Erneut zeigte er seine große Fingerfertigkeit, ließ Bälle verschwinden, holte sie wieder hervor und vervielfachte sie. Er verwandelte eine weiße in eine rote Kerze und ließ diese in Papierschnitzel zerbröseln – alles ohne Worte.

Bei seiner zweiten Nummer hingegen war das Wort von großer Bedeutung. Durch sein Gespräch mit Zuschauerin Marlene, die er auf die Bühne geholt hatte, gelang es ihm, ihr die Gedanken dreier Männer zu übertragen, die wiederum sie aus dem Publikum gewählt hatte. Am Ende der Show und nach einem großen Applaus verließen die Zuschauer amüsiert, begeistert, verwundert und vor allem verblüfft die Stadthalle und grübelten: Wie machen die das nur? Wer nicht auf die Antwort kommt, kann bei der nächsten Gala den Magiern genau auf die Finger schauen. Der Termin steht fest: Donnerstag, 16. März, 2017. Karten gibt es schon jetzt unter Tel.: (0 81 22) 99 07 12.

Alexandra Anderka

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