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Nein zu Schönheits-OPs sagen Elisabeth Wohlmuth und Selina Bertz (v. l.).

Diskussionsabend über Schönheit 

Auf der Suche nach dem perfekten Ich

Es ist ein Thema mit wechselnden Schwerpunkten, aber dauerhafter Aktualität: Die Schönheit stand im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion an der Mädchenrealschule Heilig Blut in Erding.

ErdingÜber den Wunsch nach dem perfekten Aussehen und die (künstlichen) Methoden sprachen Dr. Cvetan Taskov (Chefarzt für plastische Chirurgie am Klinikum Erding), Hürrem Eberl (Inhaberin des Kosmetik-Instituts Viva) und Nikolaus Lenk (Betreiber des Tattoo-Studios Heilig Blut). Sie repräsentierten drei Arten der Schönheitsoptimierung.

Lehrerin Ursula Zettl-Bauer führte durch den Abend. Sie fragte nach aktuellen Trends und ob sich die Zielgruppe verändert habe, die zur Erhaltung der Schönheit nachhilft. Die Experten waren sich einig: Während es früher vorrangig Frauen waren, die Methoden der künstlichen Verjüngung nutzten, so sind es heute immer mehr Männer. Und die Kunden beziehungsweise Patienten werden immer jünger: So würden Brustvergrößerung und Fettabsaugungen bereits von 20-Jährigen gewünscht.

Der Tattoo-Trend unterlag ebenfalls einem Wandel. Dieser sei auch medial geprägt, sagte Lenk. Tätowierungen hätten ihren „provokativen Charakter“ verloren, seien mittlerweile in allen Altersstufen und Gesellschaftsschichten akzeptiert und beliebter denn je.

Auch über bizarre Trends wurde berichtet: So sind sogar Augenbrauen-Extensions bei Frauen oder das Tätowieren von künstlichen Sommersprossen möglich.

Die Experten waren sich einig: Bei der Suche nach dem Schönheitsideal soll man das bekommen, was man selbst will, und nicht das, was der Partner oder die Gesellschaft vorschreiben. Denn Veränderungen am Körper bringen auch Veränderungen der Persönlichkeit mit sich. Letztlich gehe es um das psychische Wohlbefinden. Je extremer die äußerliche Veränderung, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man diese später bereut.

Generell lässt sich feststellen: Die Hemmschwelle, künstliche Schönheitsoptimierung in Anspruch zu nehmen, ist gesunken. Dies bestätigte sich bei unserer Umfrage unter den Schülerinnen. Elisabeth Wohlmuth (15) und Selina Bertz (16) gaben an, einem Tattoo nicht abgeneigt zu sein. Schönheits-OPs lehnen sie ab. Es sei viel wichtiger, sich selbst zu akzeptieren und dadurch eine innere, wahrhaftige Schönheit auszustrahlen.

Auch Carolin Heilmeier (16), teilte die Ansicht: „Tattoo: Ja. OP: Nein. Verena Obermaier (16) sprach sich ebenfalls für ein Tattoo aus. Falls es zu einer Schönheits-OP käme, würde sie ihre Nase optimieren. Elena Reich (16) lehnte OPs generell ab, würde aber kosmetische Mittel in Anspruch nehmen.


Philip Heggmair

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