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Die besten zwölf von 170 Realschülerinnen: OB Max Gotz (l.), Vize-Landrat Jakob Schwimmer (4. v. r.) und Schulleiter Josef Grundner (2. v. r.) beglückwünschten Maria Anna Dondl (1,00/Buch am Buchrain), Veronika Schubert (1,09/Erding), Lena Wimmer (1,17/Erding), Hannah Fellermair (1,17/Oberneuching), Bianca Klinger (1,17/Eitting), Christina Gaal (1,18 Niederneuching), Lisa Adamy (1,36/Moosinning), Verena Baumgartner (1,42/Buch am Buchrain), Anika Frodl (1,42/Erding), Christina Oschinski (1,45/Hörlkofen), Vanessa Huber (1,50/Reisen) und Jessica Aschbacher (1,50/Lengdorf).

Mädchenrealschule Heilig Blut

Abschlussfeier: 170 individuelle Erfolgsgeschichten

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Erding - Sie sind 170 von 44 000 in ganz Bayern – die Absolventinnen der Mädchenrealschule Heilig Blut Erding, die gestern in festlichem Rahmen verabschiedet wurden. Alle jungen Damen haben bestanden – eine mit 1,0, zwölf mit einer Eins vor dem Komma.

Am Tag nach dem schrecklichen Wochenende mit Terror, Amok und Gewalt in München, Reutlingen und Ansbach war vielen vermutlich weniger zum Feiern zu Mute. Schulleiter Josef Grundner erklärte vor rund 500 Gästen in der Turnhalle: „Wir feiern trotzdem, denn wir haben allen Grund zum Feiern. Denn alle 170 Schülerinnen aus den sechs zehnten Klassen hatten bestanden – „und das ganz ohne Kunstgriffe“, so Grundner. „Wir haben es gemeinsam geschafft, und das ist ein gutes Gefühl.“ Heute seien hier „170 individuelle Erfolgsgeschichten“ zu bestaunen. Der Direktor zitierte Papst Gregor den Großen: „Einen hohen Berg überwindet man nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt.“ So sei das auch in der Schule gewesen, in der die Mädchen viele Trainer, Manager und Begleiter gehabt hätten – Eltern und Lehrer.

Die Absolventinnen könnten besten Gewissens ihren weiteren Weg gehen, denn der bayerische Realschulabschluss sei ein qualitativ hochwertiger und der beste aller deutschen Länder. „Euer Zeugnis dokumentiert eine echte Leistung und öffnet Euch Türen. In der Wirtschaft seid Ihr gefragt“, lobte Grundner.

Es folgte eine große Geste: Grundner bat seine Schüler „um Verzeihung für alle Fehler, die wir Lehrer und ich als Direktor gemacht haben“. Dafür gab es nicht nur Applaus, sondern später auch die Respektsbezeugung von Erdings Oberbürgermeister Max Gotz, der von „echter Größe“ sprach.

Der OB und Grundner gingen auf die Schreckensnachrichten der vergangenen Tage ein. Der Schulleiter erklärte, diese Erlebnisse „müssen uns daran erinnern, die Rechte anderer zu wahren, Zivilcourage zu zeigen und sich ehrenamtlich zu engagieren“. Gotz hob die „großen Werte wie Freiheit, Freude, Freundschaft und Frieden“ hervor. Als Beispiel, warum sich junge Leute einbringen sollten, nannte er den Brexit. „Die jüngeren Generationen wehren sich mit Händen und Füßen gegen den Ausstieg Großbritanniens aus der EU.“

Großes Lob spendete er für die Schulfamilie von Heilig Blut: „Sie ist schon etwas ganz Herausragendes.“

Stellvertretender Landrat Jakob Schwimmer sagte: „Heute vermischen sich Freude und Wehmut“. Den Absolventinnen attestierte er, „das Rüstzeug für eine gute Zukunft“ erworben zu haben.

Elternbeiratsvorsitzende Christine Gruber erinnerte an den ersten Schultag der Mädchen vor fast sechs Jahren. Auch damals habe man sich in der Schulturnhalle versammelt. Seither sei man gemeinsam einen Weg gegangen, „der einigen leicht gefallen ist und für andere schwerer war“. Eine so hochwertige Bildung genießen zu dürfen, sei keineswegs selbstverständlich. „Dafür kann man dankbar sein“. Gruber zitierte Goethe, der jungen Leuten vor allem eines mitgeben wollte: Wurzeln und Flügel.

Alle Entlassschülerinnen erhielten zu ihren Zeugnissen kleine Schutzengel. Die zwölf Besten mit einer Eins vor dem Komma erhielten von Gotz und Schwimmer Buchgeschenke. Mit der Traumnote 1,0 schloss Maria Anna Dondl ab.

Musikalisch gestaltet wurde die Feier, die abends in der Luitpoldhalle in Freising weiterging, von den Schülern selbst – von den MRS-Girls, aber auch Solisten

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