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Die Bedeutung von Bodenstruktur und Mulchauflage erklärte Anton Mitterer vom AELF Erding auf einem Maisfeld an der B 388 zwischen Erding und Taufkirchen.

Maisanbau 

Gewässerschutz mit Regenwürmern

Wie Maisanbau und Gewässerschutz in Einklang gebracht werden können, zeigte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Erding.

Erding– Wie Maisanbau und Gewässerschutz in Einklang gebracht werden können, zeigte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Erding bei einer Felderbegehung im Rahmen des Bildungsprogramms Landwirt. „Kritisch ist die Phase nach der Maissaat im April bis zum Reihenschluss Ende Juni“, erklärte Anton Mitterer vom AELF.

Da die Maispflanzen nicht viel Boden bedeckten, treffe der niederprasselnde Regen direkt auf die ungeschützte Oberfläche. „Kann das Niederschlagswasser dann nicht in den Boden eindringen, fließt es besonders auf hängigen Flächen ab“, sagte Mitterer. Dabei würden Bodenteilchen mitgerissen und im Gewässer landen.

Deutlich reduziert würden Wasserabfluss und Erosion durch Mulchsaat. Das heißt, zum Zeitpunkt der Maissaat befinden sich abgestorbene Pflanzenreste der Vorfrucht auf der Bodenoberfläche. Die Aussaat der Zwischenfrucht erfolgt dabei laut Mitterer bereits im Sommer oder Herbst des Vorjahres nach der Ernte der Vorfrucht.

In der Demoanlage des AELF an der B 388 zwischen Erding und Taufkirchen ist die unterschiedliche Mulchbedeckung der Zwischenfrucht-Mischungen erkennbar. „Je weniger intensiv die Bodenbearbeitung im Frühjahr ist, desto mehr Pflanzenmasse bleibt auf der Oberfläche“, sagt Mitterer. Wichtig für den Wasserrückhalt seien auch Regenwürmer, die eine natürliche Drainage entstehen lassen.

Bei guter Bodenstruktur, Mulchmaterial und hohem Regenwurmbesatz können die Böden hohe Niederschlagsmengen aufnehmen. Bei einem Versuch auf dem Feld waren es knapp 200 Liter in vier Minuten. Dazu müsse der Boden aber aussehen wie ein Schweizer Käse – durchlöchert mit stabilen Gängen und Röhren, kommentierten das die Teilnehmer. Und die Regenwürmer benötigen Futter in Form von Ernteresten oder eben nicht abgefahrene Kulturarten wie die Zwischenfrüchte.  red

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