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Martina Eisenreich Quintett in der Stadthalle

Weisen aus dem Morgenland

Traummusik aus 1001 Nacht sowie bekannte Klassiker brachte das Martina Eisenreich Quintett mit befreundeten Musikern am Samstag auf die Bühne der Stadthalle. Das Publikum war begeistert.

Von Vroni Vogel

Erding – Orient und Okzident gaben sich musikalisch die Hand, als das Martina Eisenreich Quintett mit Gastmusikern in der Stadthalle gastierte. Die temperamentvolle Geigerin, Percussion-Zauberer Wolfgang Lohmeier, der versierte Gitarrist Christoph Müller-Bombart, der virtuose Akkordeonist Vladislav Cojocaru, Giorgi Makhoshvili am Kontrabass, Mohcine Ramdan aus Marokko (Gesang, Trommel) und Ehab Fakhir (Viola) erkundeten mit ihrer Weltmusik verschiedene Kulturräume.

Mit dabei war auch der Oud-Spieler Schadi Almoghrabi. Sein Instrument ist eine Art orientalische Laute. Die Musiker bereisten musikalische Traumlandschaften aus 1001 Nacht, so auch der Titel des Konzerts.

Aber es gab auch ein umjubeltes Wiederhören von bekanntem Repertoire, so das charmante Stück „Tante Käthe“ aus der Feder von Stephan Glaubitz. Die Musik des Computerspiels „Tetris“, das russische Volkslied „Schwarze Augen“ oder der Zwiefache „Unser oide Kath“ waren thematische Vorlagen für weltmusikalische Interpretationen.

Spannend wurde es vor allem dann, wenn sich die Gruppe Freiräume in der Improvisation schuf. Gerade in der zweiten Hälfte des Konzerts erlebte man hier mitreißende Musizierlust. Eisenreich wurde eins mit ihrer Violine und ließ mit lächelnder Leichtigkeit die charakteristischen Eigenarten verschiedener Musikgenres in ihr freies Spiel einfließen. Mitreißend war auch das einfallsreiche und ausdrucksstarke Akkordeonspiel von Vladislav Cojocaru – toller Tastenzauber mit Tiefgang.

Christoph Müller-Bombart erwies sich als Meister seines Fachs. Giorgi Makhoshvili spielte auf seinem Bass auch in hohen Lagen und verwandelte ihn in ein Melodieinstrument. Ramdan, Fakhir und Almoghrabi knüpften arabische Klangmuster in den Gesamtsound.

Zum Schluss hin ein grandioses Schlagzeugspektakel von Wolfgang Lohmeier, augenzwinkernd mit viel Groove, bunt schillernden Klangfarben und vollem Körpereinsatz serviert. Das Publikum wollte mehr, erklatschte einige Zugaben und war bereit für einen musikantischen Spaß: Denn am Ende sangen die Zuhörer im Chor, Eisenreich und ihre Mitmusiker von der Bühne. Während die Konzertbesucher die vorgegebene Melodie in Endlosschleife wiederholten, verschwanden die Akteure nach und nach hinter dem Vorhang, um letztlich noch einmal geschlossen aufzutreten und sich vor ihrem singenden Publikum zu verneigen.

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