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Per Touch zum personalisierten Burger: Restaurantleiter Marco Schinzel, Franchisenehme r Michael Heinritzi und Gebietsleiterin Martina Rosenhammer (v. r.) zeigen, wie’s geht. 

Wirtschaft im Landkreis 

McDonald’s: Runter vom Fast-Food-Image

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Nach aufwändiger Renovierung präsentiert sich McDonald’s in Erding-West rundum digitalisiert. Michael Heinritzi, der seit Ende 2015 die beiden Erdinger McDonald’s-Filialen betreibt, stellte gestern die Neuerung vor. „Restaurant of the Future“ nennt er das Konzept. Und das Restaurant der Zukunft ist voll digitalisiert.

Erding– An drei doppelseitigen Terminals können die Gäste über Touchscreens bestellen und bargeldlos bezahlen. Dabei haben sie die Möglichkeit, ihren persönlichen Lieblingsburger zu kreieren – indem sie etwa zusätzliche Fleisch-Patties hinzufügen oder andere Zutaten weglassen. Zudem könne nach wie vor auch an der Kasse bestellt und in bar bezahlt werden. Zubereitet wird jedes Gericht individuell und á la minute. Dafür wurde der Ablauf in der Küche umgestellt. „Trotzdem geht es so schnell wie gewohnt“, versprach Heinritzi.

Die größte und innovativste Neuerung ist jedoch etwas, was man vom Fast-Food-Lokal bislang nicht kannte: der Tisch-Service. „Die Gäste werden mit Hilfe eines Bluetooth-Chips, der nach der Bestellung ausgegeben wird, im Restaurant getrackt und gefunden. So können die Mitarbeiter die Speisen direkt an den Tisch bringen“, sagte Heinritzi. „Wir wollen damit weg vom Fast-Food-Image.“

Die Modernisierungen erklärt der Unternehmer unter anderem mit der Konkurrenz am Markt. „Es gibt viele neue Brands in der Systemgastronomie. Da müssen wir als Marktführer wach sein. Die Neuen haben uns herausgefordert, und das ist gut so.“ Außerdem hätten die Gäste heute einfach andere Ansprüche als vor einigen Jahren.

Die Preise sollen sich durch das neue System übrigens nicht ändern. Die Anzahl der Mitarbeiter werde eher steigen – durch den größeren Aufwand in der Küche und die Gästebetreuer an den Bestellkiosken, die zumindest anfangs den Kunden zur Seite stehen werden.

Noch größere Veränderungen sind derweil im Restaurant an der Otto-Hahn-Straße geplant. „Dort wird kein Stein auf dem anderen bleiben“, blickte Heinritzi voraus. Das Haus aus dem Jahr 1993 wird radikal umgebaut. Da sich die Genehmigungen hingezogen hätten, könne der Bau erst dieser Tage starten. Neueröffnung ist am 23. Mai. „Es wird nicht nur größer, schöner und eleganter, sondern bekommt auch einen neuen Kinderspielplatz, eine neue zusätzliche Sonnenterrasse und ein Barista McCafé“, berichtete Heinritzi, der rund zwei Millionen Euro in die Umbauten beider Restaurants investieren will.

Die Ideen gehen ihm dennoch nicht aus. So soll es möglich sein, zwischen verschiedenen Brotsorten zu wählen. Auch eine Loyalty-Card, eine Bonuskarte mit personalisierten Angeboten, ist geplant. Nicht zuletzt starten in einigen Gebieten heuer die ersten Testläufe für einen Lieferservice. 

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