Mehr Ferienbetreuung und Krippenplätze

Erding - Voll eingeschlagen hat die Ferienbetreuung, die der Verein Kinderland Erding im Sommer anbot. Nun wird sie ausgebaut.

Auch in den Herbstferien in der ersten November-Woche können berufstätige Eltern ihre Sprösslinge vom Verein Kinderland in Erding tageweise betreuen lassen. Die Stadträte im Verwaltungs- und Finanzausschuss (VFA) stimmten jetzt einem entsprechenden Antrag zu. Damit wird das erstmals im Sommer gemachte Angebot auf alle Schulferien - außer Weihnachten - ausgedehnt. Die Stadt stellt dafür kostenlos den Jugendtreff in Altenerding zur Verfügung und übernimmt die Nebenkosten wie Reinigung und Heizung.

„Ich habe selten auf etwas, das ich in meinem Leben gemacht habe, eine solch positive Resonanz erhalten“, sagte Elfrieder Steinbacher, UWE-Stadträtin, Kindergarten-Referentin und Kinderland-Vorsitzende, in der VFA-Sitzung. Lebhaft schilderte sie die Begeisterung von Eltern und Kindern, die im Jugendtreff täglich von 8 bis 15 Uhr von zwei Betreuerinnen des Vereins beaufsichtigt und unterhalten werden. Auch kleine Ausflüge stehen dabei auf dem Programm. Dafür zahlen die Eltern pro Kind und Tag 10,50 Euro (plus 2,80 Euro mit Mittagessen).

Der Bedarf ist groß: Bei einer Befragung an den Grundschulen haben Eltern allein für die kommenden Herbstferien 30 Kinder angemeldet, in den Faschingsferien sind es 38, Ostern 61, Pfingsten 45 und im nächsten Sommer 81.

Auch bei den Krippenplätzen wird das städtische Angebot engmaschiger, nicht zuletzt deshalb, weil Eltern ab dem Jahr 2013 einen gesetzlichen Anspruch darauf haben. Derzeit gibt es in Erding 143 Krippenplätze, ab September 2013 sollen es 239 sein. Damit wäre der Bedarf - er errechnet sich aus der Einwohnerzahl und der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung - abgedeckt, sagte Sachgebietsleiter Alois Gabauer.

Allerdings wird es im Pfarrkindergarten Altenerding, der generalsaniert werden muss, künftig keine Krippe geben. Das Erzbischöfliche Ordinariat hat der Stadt mitgeteilt, die viergruppige Einrichtung unverändert belassen zu wollen. Die ursprünglich dort vorgesehene Krippen-Gruppe wird nun am Ludwig-Simmet-Anger untergebracht, wo die Stadt ein Kinderhaus plant. Dazu kommt eine weitere Krippen-Gruppe. Dafür wird es dort nur noch einen zweizügigen Kindergarten geben. (zie)

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