Neuer Lufthansa-Streik ab Juli: Es drohen Flugausfälle im Sommer

Neuer Lufthansa-Streik ab Juli: Es drohen Flugausfälle im Sommer
+
Mit Englisch geht es los. Die erste Fremdsprache an den Gymnasien steht fest. Wer sich in der fünften Klasse für Französisch statt Latein entscheidet, muss ab der achten Klasse den naturwissenschaftlich-technischen Zweig wählen. Das ist zu früh, meinen die Direktoren der beiden Erdinger Gymnasien. Das soll sich jetzt ändern.

Erdinger Gymnasien planen Umstellung

Mehr Wahlfreiheit bei Fremdsprachen

  • schließen

Die beiden Erdinger Gymnasien wollen die Folge moderner Fremdsprachen auf drei Möglichkeiten erweitern – Englisch, Französisch und Latein. Hintergrund ist, den Schülern mehr Wahlfreiheit zu geben – weit über diese Fächer hinaus. Der Bildungsausschuss des Kreistags gab den Anträgen Grünes Licht. Jetzt fehlt noch die Einwilligung des Kultusministeriums, das gleichlautende Anträge zahlreicher bayerischer Gymnasien erwartet.

Erding – Kann man von Kindern, die alle mit Englisch am Gymnasium starten, erwarten, dass sie bereits in der fünften Klasse wissen, für welchen Zweig sie ab Jahrgangsstufe acht geeignet sind und der ihnen Spaß macht? Nein, meinen Helma Wenzl, Leiterin des Anne-Frank-Gymnasiums Erding (AFG), und ihre Kollegin Regine Hofmann vom Korbinian-Aigner-Gymnasium (KAG). Deswegen beantragen sie die Erweiterung der Fremdsprachenfolge. Davon würden die Familien, aber auch die Schulen profitieren.

Im Bildungsausschuss berichtete Katrin Neueder von der Kreisverwaltung, die Schüler müssten sich bereits in der fünften Klasse festlegen, welchen Zweig sie ab der achten Klasse besuchen. Wer Französisch wählt, kann nur noch den naturwissenschaftlich-technischen Zweig nehmen. Der sprachliche Zweig steht nur Jugendlichen offen, die ab der 6. Klasse mit Latein starten. Allerdings können die Lateiner danach auch aufs naturwissenschaftlich-technische Gleis wechseln.

Weiter sagte Neueder, dass durch die Erweiterung der Folge moderner Fremdsprachen auf Englisch, Französisch und Italienisch künftige Fünftklässler frei zwischen Latein und Französisch als zweite Fremdsprache wählen könnten, ohne sich für die zwei Jahre später erfolgende Entscheidung über den Zweig festlegen zu müssen.

Im KAG-Konzept wird bedauert, dass der Ist-Zustand eine „oftmals ungewollte Festlegung“ bedeute, „die nicht revidierbar ist“. Wer neusprachlich begabt sei, müsse Latein wählen, um später den Sprachenzweig nehmen zu können.

Das habe die Folge, dass dem Fach Französisch in der Oberstufe die Kandidaten ausgingen und auch das Fach Italienisch wenig Zulauf habe. In der elften und zwölften Klasse gebe es deswegen nur jahrgangsübergreifende Kurse, was pädagogisch nicht sehr sinnvoll sei – insbesondere bei der Abiturvorbereitung. Die Schülerzahlen im sprachlichen Zweig gehen am KAG seit Jahren zurück. Die nun angestrebte Lösung ginge viel stärker auf die Begabungen der Gymnasiasten ein. Zudem sei das KAG eine „Schule für Europa“ und eine „Botschafterschule des Europäischen Parlaments“, deswegen „stünde dem KAG ein echter, moderner Fremdsprachenzweig bestens zu Gesicht“, heißt es in dem Antrag. Das Bildungsangebot im Landkreis würde verbessert.

Auch am AFG stellt man fest, dass der sprachliche Zweig deutlich schlechter besucht werde als der naturwissenschaftliche. Italienisch werde als so genannte spät beginnende Fremdsprache angeboten – allerdings mit rückläufiger Nachfrage. Im Zuge des G9 befürchtet Wenzl, dass diese Klassen gar nicht mehr zustande kommen könnten. „Wir wollen das sprachliche Angebot aber ausbauen und stärken“, so Wenzl. KAG und AFG versichern, ausreichend Fachlehrer stünden bereit. Durch die Änderung an beiden Schulen würde man sich dennoch keine Konkurrenz machen.

Wenzl und Hofmann erklärten zudem, dass das naturwissenschaftliche Profil sehr ausgeprägt sei. Dabei werde es bleiben, auch wegen der MINT-Angebote. Der Ausschuss stimmte zu.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Ich bin eine furchtbar schlechte Verliererin“
Viele Sportler wären froh, wenn sie bei einer deutschen Meisterschaft den vierten Platz erreichen würden. Sandra Coskun nicht.
„Ich bin eine furchtbar schlechte Verliererin“
Gemeinsam gegen den Mähtod
Jägerin Nicole Anzinger Bitsch (44) kämpft gegen den Mähtod. Jetzt hat sie ein Treffen für Drohnenpiloten ins Leben gerufen. Wir sprachen mit ihr über die …
Gemeinsam gegen den Mähtod
Fliegerbombe in Erding: Fundort lange gesperrt – Auswirkungen auch für Flughafen München
Am Stadion in Erding wurde eine Fliegerbombe gefunden. Das Gebiet wurde weiträumig gesperrt. Mittlerweile ist die Bombe entschärft.
Fliegerbombe in Erding: Fundort lange gesperrt – Auswirkungen auch für Flughafen München
First Responder für Ottenhofen
Die Feuerwehr Ottenhofen will First Responder etablieren. Vom Gemeinderat gab‘s dafür schon mal ein Ja.
First Responder für Ottenhofen

Kommentare