Erdogan rüffelt Gabriel: "Beachten Sie Ihre Grenzen!"

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Ein weißer Fleck in der Landkarte der Ehrenamtskarte ist der Kreis Erding. Das soll sich ändern.

Mehrere tausend Berechtigte

Landkreis führt die Ehrenamtskarte ein

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Der Landkreis Erding führt die Ehrenamtskarte ein. Davon sollen mehrere tausend Aktive in Vereinen und Rettungsorganisationen profitieren. Für die Vorstände bedeutet das Mehrarbeit.

ERding - Wir befinden uns im Jahr 2017. Ganz Bayern ist blau eingefärbt. Ganz Bayern? Nein. Ein Landkreis ist noch weiß – der Landkreis Erding. Im Sozialministerium gibt es eine Bayernkarte, in der alle Landkreise mit Ehrenamtskarte verzeichnet sind. Auf den ersten Blick ist erkennbar: Erding ist mit einigen Regionen in Schwaben Nachzügler.

Noch. Denn die Ehrenamtskarte ist nur noch eine Frage der Zeit. Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) liegen zwei Anträge vor, den Pass einzuführen – von den Grünen sowie von CSU und ÖDP. Alle drei Fraktionen plädieren für die Einführung nach den Vorgaben des Freistaats Bayern.

2011 hat das Sozialministerium die Karte vorgestellt. Mittlerweile gibt es sie in 80 Kreisen und kreisfreien Städten. Bis zu 4000 Einrichtungen des Freistaats, der Kommunen sowie private Unternehmen gewähren Inhabern Nachlässe und Vergünstigungen. Dazu etwa die Schlösserverwaltung, die Seenschifffahrt sowie zahlreiche Theater, Museen und Freizeiteinrichtungen.

Nach Angaben des Sozialministeriums ist Voraussetzung für die Karte „ein freiwilliges, unentgeltliches Engagement von durchschnittlich fünf Stunden pro Woche oder bei Projektarbeiten mindestens 250 Stunden jährlich für die Dauer von zwei Jahren aufwärts sowie ein Mindestalter von 16 Jahren“.

Für Rettungskräfte gelten diese Voraussetzungen: Die Inhaber müssen aktiv bei einer Feuerwehr sein – mit abgeschlossener Truppmannausbildung beziehungsweise mit mindestens abgeschlossenem Basismodul (Grundausbildung). Ehrenamtliche im Rettungsdienst und Katastrophenschutz brauchen eine abgeschlossene Grundausbildung. Die Karte ist jeweils drei Jahre lang gültig.

Darüber hinaus gibt es für besonders verdiente und langjährige Ehrenamtliche die Karte in Gold.

Für Sozialministerin Emilia Müller (CSU) ist die Ehrenamtskarte ein „sichtbares Zeichen der Anerkennung für besonderes bürgerschaftliches Engagement.“ In der Regel finde das in den Kommunen statt. In der Summe, so Müller, werde dabei jedoch „ein großer Beitrag für das Gemeinwohl“ insgesamt geleistet.

Die Karte dürfte auch in Erding gut ankommen. Den Vorständen ist freilich klar, dass das Mehraufwand bedeutet. Denn sie müssen stets aktualisierte Listen mit allen berechtigten Mitgliedern führen.

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