Zweckverband Geowärme 

Millionen-Investition in neues Heizwerk

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Erding – Der Zweckverband Geowärme steht vor großen Aufgaben. Dennoch ist 2017 wieder mit einem Millionengewinn zu rechnen. Das Fernwärme-Leitungsnetz wächst derzeit nur langsam.

Schon seit längerem plant der Zweckverband Geowärme (ZV) die Erweiterung des Geoheizwerks an der Therme um einen Thermalwasserspeicher und eine Blockheizkraftwerk-Wärmepumpe mit Wärmespeicher. 2017 soll mit der Umsetzung des Anbaus im Bereich der Thermenwelt nun endlich begonnen werden. Die Bauzeit dürfte bis ins Jahr 2018 reichen. Dies kündigte ZV-Geschäftsführer Alois Gabauer am Montagabend in der Verbandsversammlung an.

Der Wasserspeicher soll 200 Kubikmeter fassen und gewährleisten, dass auch der vergrößerten Therme nie das Wasser ausgeht.

Die Wärmetechnik ist mit 2,9 Millionen Euro veranschlagt, die Wassertechnik mit 750 000 Euro. Der Thermalwasserspeicher steht mit 225 000 Euro in den Büchern. Die Heizwerk 1-Erweiterung erfolgt zusammen mit dem Partner aus der Wirtschaft, der Steag New Industries.

Mit höheren Ausgaben rechnet Gabauer auch, weil der ZV erstmals Rückstellungen für die Verfüllungen der beiden Bohrlöcher – eines an der der Therme, das andere am Kletthamer Feld – bilden müsse. 2017 wird zum ersten Mal auch das Gestattungsentgelt in Höhe von jährlich 60 000 Euro für die Nutzung öffentlicher Flächen an die Stadt fällig. Weil Gabauer nicht mehr bei der Kommune beschäftigt, aber weiter Geschäftsführer ist, steigen die Personalkosten.

Insgesamt kann der Verband laut Haushalt Kredite in Höhe von 2,66 Millionen Euro abrufen. Das heißt aber keineswegs, dass der ZV finanziell unsolide ist. Im Gegenteil: Die Umsatzerlöse aus der Pacht für die Fernwärmeanlagen steigen laut Gabauer deutlich, weil der Pachtzins in dem Langfrist-Vorhaben vertragsgemäß ab sofort anzieht.

Unterm Strich kalkuliert Gabauer mit einem Jahresgewinn von 1,01 Euro. Heuer stehen 1,05 Millionen Euro in der Bilanz, 2015 waren es 1,13 Millionen Euro. Weiter teilte er mit, dass Kredite nicht nur regulär zurückgezahlt würden, sondern es auch Sondertilgungen gebe.

Stark gebremst ist das Wachstum des Leitungsnetzes. „2016 haben wir nur 200 Meter neu verlegt. Es sind zuletzt keine weiteren Gebiete dazu gekommen, das Engagement hat sich auf Nachverdichtungen beschränkt“, so Gabauer. 31 Meter betrage die Netzlänge. Das wirkt sich auf die angeschlossene Gesamtleistung aus – von 67,3 auf 67,5 Megawatt.

Gabauer sagte zur Zukunft des ZV, man werde nicht nur weiter nachverdichten, sondern untersuche auch Bebauungspläne auf einen sinnvollen Geowärmeeinsatz. Als Beispiele nannte er die Planungen für die Siedlung Thermengarten und das Industriegebiet Dachauer Straße.

Hans Moritz

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