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Erfinder der Tourismus-App: Konrad Weinstock aus Pliening. Das Kapitel Erding ist aufgeschlagen. 

Neue Tourismus-App 

Mit dem Handy Erding erkunden

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Erding - Wer Erding mit neuen Augen sehen will, muss nur auf sein Handy schauen. Konrad Weinstock aus Pliening hat eine Tourismus-App entwickelt: „sQRibe“.

Um die Geschichte der Herzogstadt Erding kennen zu lernen, kann man sich einen Führer kaufen, an einem der Rundgänge durch die Stadt und auf den Stadtturm teilnehmen oder sich durch die Internetauftritte der Stadt beziehungsweise des Tourismusvereins klicken.

Das war Konrad Weinstock aus Pliening ebenso zu wenig wie der Imagefilm „Der Landkreis in 100 Sekunden“. Kein Gast habe Lust darauf, sich im Internet umständlich auf die Suche nach Infos über die Stadt zu begeben. Führungen gebe es nicht täglich, vor allem Tagesgäste mit wenig Zeit haben aus Weinstocks Sicht kaum Möglichkeiten, sich über Erding, seine Geschichte und Schönheiten zu informieren. Der Mann, der aus der Verlagsbranche für Reiseführer kommt, griff zur Selbsthilfe.

Die Idee wurde in Bamberg geboren. „Dort war ich selbst als Besucher. Ich habe mich geärgert, weil es nichts Anständiges gab, um die Stadt kennen zu lernen“, erzählt er. Um Erding kümmerte er sich, weil die Stadt im Nachbarlandkreis des Plieningers liegt. „sQRibe“ heißt seine App. Im Namen ist die Abkürzung für QR-Code enthalten, mit dem man sich mit dem Smartphone schnell Inhalte herunterladen kann.

„Mein Ansinnen war nicht, einfach nur die Beschreibung von Sehenswürdigkeiten aneinander zu reihen“, erzählt Weinstock. „Ich wollte nicht nur die Häuser vorstellen, sondern auch das Leben dahinter und die Geschichte.“ Entstanden sind etliche kleine Videos, die anschauliche Erklärungen liefern.

Über Erding hält „sQRribe“ 20 Kapitel parat, unter anderem über die Kirchen, Rathaus, Schranne, Turmschieber, Stadtmauer, Therme, Weißbräu, Widnmann- und Rivera-Palais, Herderhaus und Heiliggeist-Hof. Zu den meisten Stationen hat Weinstock kurze Filme erstellt.

Und er richtet den Blick über die Kreisstadt hinaus. „sQRibe“ bietet auch Informationen über das Taufkirchener Wasserschloss, den Marktplatz in Dorfen und den Bierkrieg, der dort ausgetragen wurde. „Mein Anliegen ist es, kleine Geschichten zu erzählen“, sagt Weinstock. Dabei greift er möglichst auf authentisches Material zurück, etwa historische Stiche und Gemälde sowie alte Filmbeiträge.

„sQRibe“ kann man sich aus dem Apple- oder Google-Play-Store herunterladen. „Es ist explizit eine Mitmach-Plattform“, sagt der Plieninger. „Ich freue mich, wenn Archivare, Heimatkundler oder Hobby-Historiker mitmachen.“ „sQRibe“ werde deswegen laufend ausgebaut. Zudem gibt es eine Verbindung in die heutige Zeit. Links etwa zu Homepages der Kommunen oder dem Reiseportal Tripadvisor stehen zur Verfügung.

„sQRibe“ gibt es nicht nur für Erding, sondern auch für Ebersberg, Freising, Landshut, Passau, Nördlingen, Ulm und München. 250 Sehenswürdigkeiten sind laut Weinstock abrufbar. In Vorbereitung seien das Fünfseenland, Pfaffenhofen, Dachau, Rosenheim und Augsburg.

Die neue App, die schon rund 2500 Mal heruntergeladen wurde, ist für die Anwender kostenlos. Ihr Gründer hofft auf Finanzierung durch Sponsoren und Vereine. Werbung soll es im virtuellen Reiseführer aber nicht geben, der per Beamer auch im Heimatkunde- und Geschichtsunterricht einsetzbar ist. Der Vorteil durch den Download per QR-Code: Man ist Wlan-unabhängig. Und es fallen weder Telefon- noch Roaming-Kosten an.

Internet

Weitere Infos gibt es auf

www.sqribe-guide.de.

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