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So wird der Langbau einmal ausschauen - mit Fluchtbalkonen und Fluchttreppen zum Pausenhof hin.

Mittelschule am lodererplatz 

Fassade aus Ziegel, Glas und Corten-Stahl

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Ein bewusst gewählter Material-Mix wird die Fassade der generalsanierten Mittelschule Erding am Lodererplatz prägen. Details dazu stellte Architekt Ralf Grotz am Dienstag im Planungs- und Bauausschuss des Stadtrates vor. Der war bis auf Johanna Heindl davon begeistert.

Erding – Heller Ziegel für den Langbau, Glas mit Sonnenschutz-Lamellen für den Zwischenbau und der durch die riesigen Kreisel-Kunstwerke von Künstler Harry S. bekannt gewordene Corten-Stahl für den Kopfbau: So stellt sich Architekt Ralf Grotz die Fassade der Mittelschule am Lodererplatz nach der mehr als 20 Millionen Euro teuren Generalsanierung vor. Mit Stadtbaumeister Sebastian Henrich erläuterte er den Stadträten im Planungs- und Bauausschuss seine Vorstellungen. Überzeugen konnte er fast alle.

Vorab habe man sich viele Gedanken zur Fassadengestaltung gemacht – auch hinsichtlich möglicher Unterhaltskosten, so Henrich, und sei auf Exkursionfahrt in München gewesen. Um dem fast 90 Meter langen Langbau der Schule die Wucht zu nehmen, sei die helle Klinkerfassade ideal, sagte Grotz. Der Zwischenbau dagegen werde komplett verglast und sei daher transparent. Alu-Lamellen sollen dort vor der Sonne schützen. Die Fassade des relativ quadratischen Kopfbaus wird bis zu zwei Millimeter dicker Corten-Stahl prägen. Er schimmere je nach Lichteinfall von hell-orange bis dunkelbraun, so Grotz. „Corten-Stahl ist sehr freundlich in der Erscheinung und passt zum hellen Klinker des Langbaus“, erklärte Grotz. Dieser sei jetzt sehr mächtig und eintönig. Das wolle man ändern.

Zum Pausenhof hin, also auf der Südseite, bekommt der Langbau Fluchtbalkone und Fluchttreppen – beides anthrazit farbene Stahlkonstruktionen – sowie eine rückliegende Holzfassade. „Wir haben dort viele Aussparungen. Alles ist sehr kleinteilig. Holz ist ideal – auch wirtschaftlich gesehen“, antwortete Grotz auf eine Frage von Hubert Sandtner (CSU). Die Holzfassade sei 1,80 Meter zurückversetzt, „es wird nicht hinregnen“, so Grotz. Grundsätzlich „haben wir Baustoffe ausgesucht, die wenig oder keinen Unterhaltsaufwand haben“.

Das konnte Johanna Heindl (Freie Wähler) nicht umstimmen. Sie befand: „Der Mix gefällt mir überhaupt nicht.“ Es gehe ihr nicht ein, dass vier verschiedene Fassadenformen geplant seien.

Stadtbaumeister Henrich sagte, dies sei eingehend diskutiert worden. Letztlich habe man sich aber städtebaulich so entschieden, „um Differenzierungen hineinzubringen“. Der Eingang habe durch den Corten-Stahl eine ganz präzise Ausprägung: „Da weiß man, wo man ist.“ Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) sah Heindls Ablehnung „als Geschmacksfrage, die zu respektieren ist“. Bei nur einem Fassaden-Material „hätten wir eine sehr wuchtige, durchgehende Erscheinungsform“.

Den anderen Stadträten gefielen die Pläne gut. Sie stimmten alle dafür, auch Herbert Maier (Grüne) – nach einer Reihe von Detailfragen zur Fenster-Dämmung, Pflegeaufwand des Corten-Stahls oder vorgesetztem Sonnenschutz. Vermoosungsprobleme der hellen Ziegel auf der schattigen Nordseite zum Friedhofsweg hin befürchtete Jürgen Beil (FW). Grotz antwortete, heller Ziegel nehme nach Angaben von Experten weniger Feuchtigkeit auf.

Interimsbau: Nach Ostern geht’s los

Während der Sanierung wird zur Auslagerung einzelner Klassen ein demontierbarer Holzmodulbau auf einer Grünfläche nahe der Schule errichtet (wir berichteten). Den Auftrag dafür erhielt die Firma Baumgarten aus Ebersburg (Kreis Fulda/Hessen). Sie hatte bei der beschränkten Ausschreibung das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Kosten: 2,22 Millionen Euro inklusive Wartung der technischen Anlagen. Das sind 280 000 Euro mehr als die Kostenschätzung ergab. Die Arbeiten dafür beginnen nach dem Osterwochenende am 18. April.

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