Türkischer Geheimdienst spioniert offenbar SPD-Abgeordnete Müntefering aus

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Preisverleihung im Brauhaus (v. l.): Lea Feller (Sinnflut), Vitus Faltermaier, Lorenz Falcioni, Peter Feller (Sinnflut), Julius Höhlich, Felix Kraus, Andreas Brenninger (Weißbräu) und Benedikt Sosa. Foto: fez

Sinnflut-Musikförderpreis

Moderne Liedermacher

Erding – Der Sinnflut-Förderpreis geht an die Band „Höhlich“. Die Musiker aus dem Landkreis verstehen sich als Liedermacher.

Seit 16 Jahren verleiht die Sinnflut Kultur GmbH einen Musikförderpreis, ausgestattet mit einer Geldprämie von 1 500 Euro der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu. In diesem Jahr bekam die junge Band „Höhlich“ diese Auszeichnung, überreicht von Gebietsverkaufsleiter Andreas Brenninger im Gasthaus zum Weißbräu. Zwar waren die Musiker beim „Band-Battle“ in Dorfen 2015 nur Zweite geworden – der Sieger darf im Jahr darauf beim Sinnflut-Festival auftreten. Doch die vier Jungs von „Höhlich“ hinterließen einen so nachhaltigen Eindruck, dass auch sie zu einer Kostprobe ihres Könnens eingeladen wurden. Dieser Auftritt sollte sich lohnen: Sie spielten auf der Musicworld-Bühne und bekamen prompt die meisten Stimmen und damit den Sinnflut-Musikförderpreis.

Jetzt kamen sie in den Erdinger Weißbräu, um sich ihren Scheck abzuholen: Frontmann und Namensgeber der Gruppe Julius Höhlich (19 Jahre, Schüler aus Wartenberg, Gitarre und Gesang), Lorenz Falcioni (17, Schüler aus Riding, Bass und Keyboard), Benedikt Sosa (18, Student aus Bockhorn, Gitarre) sowie Vitus Faltermaier (18, Schulabgänger aus Notzing, Schlagzeug). „Seit etwa zwei Jahren spielen wir zusammen“, erzählt Höhlich, der auch die meist englischen Texte schreibt. „Wir sind keine reproduzierende Band, sondern spielen ausschließlich eigene Stücke, vom Stil her fast alles aus den Gebieten Rock, Blues oder Folk.“

Direkte Vorbilder haben sie keine, mögen aber die Klänge von Creedence Clearwater Revival oder Bob Dylan. Wenn sie Zeit haben, treffen sie sich einmal die Woche in ihrem Proberaum, dem Keller von Faltermaier.

Große Auftritte – vom Sinnflut-Gig einmal abgesehen – hatten sie noch nicht, spielten aber bereits auf dem Streetfood-Festival in Erding, beim Sparkassen-Festival oder bei einem Benefiz-Abend für Flüchtlinge im Korbinian-Aigner-Gymnasium. „Dort habe ich meine heutigen Band-Kollegen zum ersten Mal im Mai dieses Jahres spielen gehört und war sofort begeistert“, erinnert sich Falcioni. Er schloss sich der Band an. Seitdem touren sie, wenn sich Termine ergeben, in einem alten Fiat Ducato-Kastenwagen durchs Erdinger Land. Mit ihrem Geldpreis wollen sie endlich ihre erste eigene CD im Studio aufnehmen, wollen mit ihren besten Liedern „unser breites Klangspektrum zeigen“ (Falcioni). Sie haben auch ein Lied über das Schicksal von Flüchtlingen geschrieben, verstehen sich ganz allgemein als moderne Liedermacher, offen für vielerlei Ideen.

Ihren Preis, darin sind sich alle einig, widmen sie ihrem verstorbenen Freund und Mentor Stefan Arden aus Eichenried. „Er hat bei den Brothers in Blues Gitarre gespielt und mich dieses Instrument gelehrt. Wir alle sind ihm tief verbunden und sehen auch unsere erste CD als Hommage an ihn“, so Höhlich. So ist zu erwarten, dass dieser Name bald noch bekannter wird.

Friedbert Holz

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