3:3 - ESC ist moralischer Sieger

Erding - Die Eishackler des ESC Dorfen haben sich nach einem 0:3-Rückstand das 3:3 (0:3, 1:0, 2:0) im Bayernliga-Derby beim TSV Erding redlich verdient.

Voll besetzte Ränge und Gänsehautstimmung: Weil noch viele der rund 1500 Zuschauer an den Kassen standen, begann die Partie mit knapp zehnminütiger Verspätung. Und spät dran waren am Anfang auch die Dorfener, denn bis sie gemerkt hatten, dass die Partie angepfiffen worden war, lagen sie auch schon 0:2 hinten. Nach 29 Sekunden hatte Ales Jirik zum 1:0 getroffen, in der 3. Minute erhöhte Stefan Breiteneicher auf 2:0. Dazwischen lag eine Riesenmöglichkeit von Dominik Koß, der allerdings am Tor vorbeischoss.

ESC-Coach Brad Scott nahm erst einmal eine Auszeit, um seine Spieler aufzurütteln. Allerdings zunächst mit nur mäßigem Erfolg, denn die wie entfesselt aufspielenden Gladiators gaben Gas ohne Ende, und so unterliefen den Gästen einige Fouls. Und als der TSV zum dritten Mal Überzahl hatte, traf Axel Schütz im Nachschuss zum 3:0 (15.). Erst jetzt kamen die Eispiraten zu ersten Möglichkeiten, doch überstanden die Steer-Schützlinge die kurze Drangperiode mühelos.

Ein völlig verändertes Bild dann im zweiten Drittel. Bei Erdinger Überzahl ließ Sven Schubert einen haltbaren Schuss von Seth Gray zum 1:3 passieren (23.), und dieser Treffer gab den Gästen Aufschwung. Von da an spielte nur noch Dorfen und stürzte die Gladiators von einer Verlegenheit in die nächste. In der 30. Minute dann ein herrlicher Konter von Jirik mit einem ebenso schönen Tor, doch hatten die Schiedsrichter nicht gesehen, wie der Puck einschlug, und gaben den Treffer nicht. Dorfen schnürte die Erdinger jetzt permanent in ihrem Drittel ein, und Schubert konnte seinen Schnitzer nicht nur einmal wieder wettmachen.

Auch der Schlussabschnitt gehörte Dorfen, das seine Chance jetzt gewittert hatte. Noch keine zwei Minuten waren gespielt, da war Markus Poetzel zum 2:3 erfolgreich. Und als sechs Minuten später Dominik Gerbl einen erneuten Schubert-Fehler zum 3:3 ausnutzte, war die Partie wieder offen. Hätte Schubert in der Schlussphase nicht noch zweimal glänzend gegen Christian Mitternacht reagiert, wäre das Spiel sogar noch komplett gekippt. So aber blieb es beim 3:3. (wk)

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