1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Erding

Müllfahrzeug für Moria

Erstellt:

Kommentare

Fahrzeugübergabe vor dem Landratsamt (v. l.): Kraftfahrer Milan Michalic, Andreas Neumaier (Fachberater Landratsamt), Thomas Buchner (Fachberater Firma Heinz), 2. Bürgermeisterin Dimitra Alexandri, Landrat Martin Bayerstorfer und Eduard Heinz.
Fahrzeugübergabe vor dem Landratsamt (v. l.): Kraftfahrer Milan Michalic, Andreas Neumaier (Fachberater Landratsamt), Thomas Buchner (Fachberater Firma Heinz), 2. Bürgermeisterin Dimitra Alexandri, Landrat Martin Bayerstorfer und Eduard Heinz. © Bauersachs

Die Firma Heinz Entsorgung aus Moosburg hat in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Erding ein Müllfahrzeug für das Flüchtlingslager in Moria auf der Insel Lesbos in Griechenland gespendet. Damit möchte das Unternehmen einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse dort leisten.

Erding/Moosburg – „Für uns hier in Bayern ist eine einwandfrei funktionierende Infrastruktur eine tagtägliche Selbstverständlichkeit. Der Blick auf die Flüchtlingsströme und provisorischen Lager an den EU-Außengrenzen erinnert uns daran, dass wir alle eine Verantwortung haben, zu helfen,“ sagte Eduard Heinz. Kreisrätin Sosa Balderanou hatte den Kontakt zu den griechischen Behörden hergestellt. „Die Straßen sind voller Dreck und Abfälle“, beklagte sie. Eine Verbesserung durch Müllentsorgung sei dringend geboten.

Initiator der Spende ist Martin Bayerstorfer: „Wir können so einen wertvollen Beitrag zur Müllsammlung und so ein Stück weit zur Verbesserung der Lebensumstände sowohl der Geflüchteten als auch der Einheimischen beitragen“, so der Landrat. Wichtig sei ihm auch, Fluchtursachen in den Heimatländern zu bekämpfen. Aus diesem Grunde engagiere er sich seit 2019 für die Initiative „1000 Schulen für unsere Welt“, die Bildungs- und Schulbauprojekte fördert.

Zur Fahrzeugübernahme sind die 2. Bürgermeisterin und Umweltbeauftragte der Gemeinde Lesov/Moria, Dimitra Alexandri, und Umweltbeauftrager Themistoklis Kefalas nach Erding gekommen. „Wir sind froh und dankbar für die Unterstützung aus dem Landkreis Erding. Mit dem Fahrzeug sorgen wir dafür, dass unsere Straßen wieder sauberer werden und Menschen nicht durch herumliegende Abfälle zu Schaden kommen“, lassen sich die beiden zitieren.

In dem für 2800 Personen konzipierten Lager in Moria hausten unter menschenunwürdigen Zuständen zeitweilig 20 000 Männer, Frauen und Kinder. Es war Europas größtes Flüchtlingslager und ein sogenannter Hotspot der EU. In dem Lager herrschten wegen der Überfüllung jahrelang katastrophale Verhältnisse. In der Nacht auf den 9. September 2020 kam es durch Brandstiftung seitens mehrerer verzweifelter junger Migranten aus Afghanistan zu einem Großbrand, der das Lager und die Habe der Flüchtlinge fast vollständig zerstörte. Über 12 000 Bewohner flohen zunächst in Panik in die umliegenden Wälder und schliefen unter freiem Himmel. Ein Notfalllager leistete Abhilfe.

PETER BAUERSACHS

Auch interessant

Kommentare