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Engagieren sich im Mütterzentrum Erding: Petra Hadersbeck und Janine Cappai (v. r.). Fa milienministerin Emilia Müller dankte ihnen mit Urkunden und Blumen.

Sozialempfang

Mütterzentrum Erding: Petra Hadersbeck und Janine Cappai ausgezeichnet

Erding – Engagierte Bürger treffen, innovative Projekte aus nächster Nähe erleben, ehrenamtlich Engagierte würdigen: Dafür veranstaltet das bayerische Sozialministerium den Sozialtag. Dazu kam Familienministerin Emilia Müller in den Landkreis – und ehrte zwei besonders engagierte Frauen vom Mütterzentrum Erding.

Am Nachmittag hatte Müller die Niedermaier Haustechnik GmbH in Hohenpolding besucht, ein Familienunternehmen. Abends fand in der Stadthalle der Sozialempfang statt. Dort betonte die Ministerin, dass sozialer Zusammenhalt vor Ort gelebt werde. Sie lobte den Einsatz der Menschen, die sich tagtäglich für ein gelungenes Miteinander einsetzen. Oberbürgermeister Max Gotz machte sich keine Sorgen, dass es nicht genügend Menschen geben werde, die sich sozial engagieren, die Aufgaben und Verantwortung übernehmen.

Regierungspräsidentin Brigitta Brunner lobte, Oberbayern sei eine der stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands und Europas. Sie unterstrich die Wichtigkeit der Chancengleichheit von Kindern und Familien, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, ob mit oder ohne Behinderung.

Müller sagte, „das Ehrenamt ist der Kitt in der Gesellschaft. Dieser großartige Zusammenhalt macht Bayern so lebens- und liebenswert, deshalb fühlen sich viele Menschen hier wohl“. Sie gab aber zu bedenken, „dass wir vor großen gesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen stehen“, dass durch Terrorismus und Kriege die Menschen auch weiterhin auf der Flucht seien. „Diese Herausforderungen kann Europa nur gemeinsam bewältigen, dies kann kein Land alleine schaffen.“

Anschließend wurden sieben Frauen aus Oberbayern für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet, darunter Petra Hadersbeck und Janine Cappai aus Erding. Beide sind seit 2010 im Mütterzentrum tätig, im Vorstand für organisatorische und finanzielle Belange zuständig. „Sie kümmern sich um die Kinder, veranstalten Feste, organisieren Second-Hand-Märkte und sind die erste Anlaufstelle. Ohne die beiden kann man sich das Mütterzentrum nicht vorstellen“, würdigte Müller die Frauen. Sie machten ihre Arbeit aus tiefstem Herzen und voller Überzeugung. „Familien finden bei ihnen Unterstützung für den Alltag. Ihnen ist es zu verdanken, dass das Mütterzentrum Erding einen guten Ruf hat“, sagte die Ministerin. Sie wünschte Cappai und Hadersbeck weiter viel Freunde und Kraft: „Menschen wie sie machen Bayern lebenswert.“

Für die musikalischen Zwischentöne sorgte das „Trio infernale“ mit Anne Braatz (Cello), Corinna de la Ossa (Violine) und Ingrid Westermeier (Gitarre). Beim anschließenden Umtrunk und einem warmen Buffet hatte jeder Gelegenheit, Unterhaltungen und Diskussionen weiterzuführen. (Elvi Reichert)

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