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Fassadenpreis 2015 des Landkreises

Vom Museum bis zum schwarzen Holzhaus

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Erding – Ein schwarzes Wohnhaus aus Holz, ein alter Bauernhof samt Stall und Hennenhaus, das Museum Erding, das Wörther Gemeindehaus und das neue Verwaltungsgebäude der Stadtwerke: Das sind die Fassadenpreisträger 2015.

Zum 30. Mal in Folge hat der Kreisverein für Heimatschutz und Denkmalpflege Landkreis Erding besonders gelungene Bauwerke mit dem Fassadenpreis des Landkreises ausgezeichnet. Am Dienstagabend durften im Festsaal des Fischer’s Seniorenzentrums fünf Bauherren Tontafeln in Hausform und Urkunden entgegennehmen.

Der Preis wird in fünf Kategorien verliehen: denkmalgeschützte Bauten, Umbauten, öffentliche und private Neubauten sowie Gewerbebauten. In allen Fällen komme es darauf an, dass das Gebäude „das Orts- oder Landschaftsbild in vorbildicher Weise bewahrt, ergänzt oder bereichert“, erklärte Landrat Martin Bayerstorfer. Die Einführung des Preises im Jahr 1986 durch den damaligen Landrat Hans Zehetmair sei eine „Idee mit Weitblick“ gewesen.

Die Entscheidung fiel nicht immer leicht

Der Preis ermögliche einen sensiblen Blick auf die möglichen Veränderungen des Ortsbildes. Die preisgekrönten Gebäude seien in jedem Fall nachahmungswürdig, lobte Bayerstorfer. Er betonte, dass unter den Einsendungen viele preiswürdige Vorschläge gewesen seien, und der Vorstand des Kreisvereins als Entscheidungsgremium sich manchmal schwer getan habe, die Sieger zu ermitteln. Auch wenn die Auszeichnung „Fassadenpreis“ heißt, wurde vermehrt auch das Zusammenspiel mit dem Gebäude-inneren bewertet.

Bei den Denkmalbauten machte ein Objekt das Rennen, das vielen Erdingern wohlbekannt ist: der sanierte Altbau des Museums Erding an der Prielmayerstraße (Walbrunn Architekten). Das ehemalige Antoniusheim sei ein „prägendes Baudenkmal, das feinfühlig in ein Museum umgebaut wurde“, erklärte Helmut Miller vom Bauamt im Landratsamt. Als eines der ältesten Gebäude der Stadt habe es viele Sanierungen, Um- und Anbauten erlebt, unter denen die Bausubstanz zum Teil gelitten habe. Nun stehe an der Prielmayerstraße ein „Altbau mit moderner Note und besonderer historischer Tiefenschärfe“, so Miller.

In der Kategorie „Umbau/Sanierung“ gewann Andreas Wimmer aus Straßham bei Forstern. Er hat sein Anwesen inklusive Wohnhaus, Stall und Hennenhaus saniert und deren historisches Aussehen wiederhergestellt – und zwar überwiegend in Eigenleistung. Das mehr als 100 Jahre alte Wohnhaus hat einen neuen Fassadenanstrich bekommen, die Ornamente, Intarsien, Holz-, Putz- und Metalldetails sind Hingucker. „In vieler Hinsicht ungewöhnlich und wohl einzigartig im Landkreis“, so Miller, ist zudem das so genannte Hühnerheim, das ebenfalls saniert wurde.

Bei den Gewerbe-Neubauten konnte die Hauptverwaltung der Stadtwerke Am Gries überzeugen (PSA Architekten München). Hier gibt es laut Miller keine „Show- und Übertrumpfungsarchitektur“ wie oftmals bei Gewerbebauten zu sehen, sondern unter anderem ein „augenfälliges und sorgsam komponiertes Lichtkonzept“.

Der Fassadenpreis bei den öffentlichen Neubauten ging nach Wörth. Dort hat das Architekturbüro Zwischenräume das Gemeindehaus mit Arztpraxis, Dorfladen, öffentlichem Raum und Gemeindebücherei im Dorfkern umgesetzt. Miller bezeichnete das Ensemble als „gelungene Wiederbelebung der Ortsmitte“, die von den Bürgern sehr gut angenommen werde.

Auch die privaten Bauherren Christine und Christian Wimmer durften sich freuen. Sie haben in Isen ein Haus mit außergewöhnlicher Fassade gebaut: Das Objekt in Holzständerbauweise der A2architekten (Freising) ist mit schwarzem Lärchenholz verkleidet. Miller hob die großen Glasflächen auf der einen und die wenigen Öffnungen als Pufferzone zur nahen Kreisstraße auf der anderen Seite hervor.

Vroni Macht

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