Mit einem Schattenspiel, dem Wechsel zwischen Text und Musik sowie einfallsreicher Lichttechnik kamen Sonja Eschke und die Rabaukencombo sehr gut an. Foto: (Erich rumler)

Ein Musical für die jüngsten Fans

Ein Musical für die jüngsten Fans

Erding –„Das rätselhafte alte Haus“ wollten nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene bei den Erdinger Jazz Tagen im Konzertsaal der Kreismusikschule (KMS) sehen. Das Publikum erlebte eine fantasievolle Aufführung, in der eine spannende Geschichte und gute Musik Hand in Hand gingen.

Die ehemalige Erdingerin Sonja Eschke und die Rabaukencombo verwandelten den Saal in ein Geisterhaus. Der Veranstaltungsort ist Eschke bestens vertraut, denn die Gesangslehrerin hatte in der KMS einige Jahre lang die Kinderchöre unterrichtet.

Die junge Mutter von zwei Kindern hatte das Konzept und den Text eigens für die Jazz Tage Erding entwickelt. Die Musikerin schlüpfte in die Rolle der Erzählerin und sang die Lieder zur Geschichte. Ihr Mann, den man als ausgezeichneten Jazzpianisten kennt, erweckte mit seinem Klavierspiel und als Geräuschemacher das verlassene Haus zum Leben, das gar nicht so unbewohnt war, wie es schien.

Die Kompositionen waren eine Gemeinschaftsproduktion des Ehepaares. Es musizierten außerdem Bassist Johannes Ochsenbauer und Schlagzeuger Sebastian Wolfsgruber. Boris Alexander Klöck ließ neben vielen anderen Geräuschelementen die „singende Säge“ erklingen und sorgte mit seinem Schattenspiel für die optische Umsetzung. So konnte man mit allen Sinnen erleben, wie der kleine Titus das Gespenst Fridolin kennenlernte und sich eine Geschichte um Freundschaft und Hilfsbereitschaft entspann.

Für Eschke gehört es zum Bildungsauftrag, Kindern Jazzmusik anzubieten. Es sei erstaunlich, wie offen die Kleinen für alle Musikrichtungen seien. Doch „wenn sie Musik in jungen Jahren nicht ins Ohr bekommen, gelingt das später nicht mehr“. Die große Bandbreite der Stücke von Blues und Bossa über Gospel, Swing und Walzer bis hin zu Freejazz bei den Geräuschen machte die Inszenierung, die übrigens eine Welturaufführung war, so spannend.

Begeistert zeigte sich auch Veronika Marschall, Musiklehrerin an der KMS: „Ich habe alle Jazz für Kinder-Konzerte gesehen, aber dieses war eines der schönsten. Es war fast schon ein Jazz-Musical.“

Spätestens Anfang 2017 werden CD und Hörbuch zu dieser Inszenierung erscheinen. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.jazz fuerkinder.de.  

vev

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