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Kraftvoll, einfühlsam, beschwingt: Das war das Benefizkonzert von Violinissimo, das den Abend gemeinsam mit dem Akkorderonorchester der Kreismusikschule und zwei Sängerinnen bestritt. Dafür gab es viel Applaus. 

Jugendkammerorchester Violinissimo 

Musik, die Herzen öffnet

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Erding - Virtuos, gefühlvoll und mit viel Schwung: Das war das Benefizkonzert des Jugendkammerorchesters Violinissimo im voll besetzten Konzertsaal der Kreismusikschule Erding. Klangvolle Unterstützung kam vom Akkordeonorchester und zwei Sängerinnen.

Die begabten Nachwuchsmusiker des Jugendkammerorchesters Violinissimo haben sich nicht nur ihrer Leidenschaft fürs gemeinsame Musizieren verschrieben. Sie tun dies regelmäßig auch für einen guten Zweck. Seit einigen Jahren unterstützt Violinissimo das Leserhilfswerk „Licht in die Herzen“ des Erdinger/Dorfener Anzeiger. Beim großen Benefizkonzert am Sonntagabend brachte das Kammerorchester musikalisch Licht in die Herzen der Zuhörer. Diese belohnten die Musiker mit viel Applaus und bedankten sich mit großzügigen Spenden. 1420 Euro kamen für „Licht in die Herzen“ zusammen. Das Geld kommt ohne Abzüge Bedürftigen im Landkreis zugute.

„Mit Musik kann man Herzen öffnen“, sagte Ulli Büsel, Gründerin von Violinissimo. Mit Musikschulleiter Bernd

Scheumaier und Michaela Bauer, Leiterin des Akkordeonorchesters, begrüßte sie die mehr als 200 Gäste. Sie erlebten nach einem klassischen Auftakt mit Bachs Brandenburgischem Konzert Nr. 3 einen Ausflug in die Moderne, ehe Violinissimo mit kokettem Augenzwinkern Astor Piazzollas Tango „Fuga y misterio“ tanzte. Brahms Ungarischer Tanz Nr. 5 – kraftvoll vorgetragen von Streichern und Akkordeon – entließ die Zuhörer beschwingt in die Pause.

In verschiedenen Formationen ließen die jungen Musiker von Violinissimo, die bereits vielfach ausgezeichnet wurden, ihr Talent erstrahlen. Das Besondere: Sie interagieren ohne Dirigenten, verlassen sich ganz auf ihr Zusammenspiel. Es reicht der Augenkontakt, um Einsätze abzustimmen. Das klappte auch bei den Soli von Sandra Rieger (Piazzollas „Oblivion“), Clara Büsel (Vivaldis „Sommer“) und Jannis Roos (Mozarts „Cassation“) vorzüglich. Wie gut Streichinstrumente und Akkordeon harmonieren, hörte man bei „Gabriella’s Song“.

Für die gesangliche Note des Abends sorgten Hannah Unterlechner (Sopran) und Jordana Auf der Klamm (Alt). Die beiden Mädchen singen im Tiroler Kinderchor Do-Re-Mi und bezauberten mit zwei russischen Liedern, einer finnischen Polka und dem „Abendsegen“ aus der Humperdinck-Oper „Hänsel und Gretel“.

Auf eine bunte Reise durch die Akkordeon-Welt nahm Michaela Bauer das Publikum mit. Unter ihrem temperamentvollen Dirigat besuchte das Orchester Paris, Argentinien und Pasadena (Kalifornien). Der leichtfüßige Walzer, der furiose Tango und der Swing-Rhythmus waren eine exzellente Auswahl, um den Variantenreichtum des Tasteninstruments darzustellen. Das Orchester, einst von Scheumaier gegründet, feiert heuer übrigens 40-jähriges Bestehen.

Bilder: Violinissimo in Erding

Mit Edvard Griegs „Air“ und „Rigaudon“ aus der Holberg-Suite verabschiedete sich Violinissimo. Und zum Finale gab es Piazzollas berühmten „Libertango“ – rhythmisch begleitet von allen Mitwirkenden, die nochmals klatschend auf die Bühne kamen.

merkur.de zeigt weitere Bilder vom Benefizkonzert.

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