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Wird innen komplett erneuert: die Hauptverwaltung der Sparkasse am Alois-Schießl-Platz.

Nach bundesweiten Negativ-Schlagzeilen

Abhebe-Gebühr: Sparkasse rechtfertigt sich

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„Unseriös“ und „schlecht recherchiert“ nennt der Sparkassen-Vorstand die Berichte über Gebühren fürs Geldabheben. Die Wahrheit sei komplexer. Zugleich kündigt das Institut Baumaßnahmen an.

Erding - Auf diese bundesweiten Schlagzeilen hätte die Kreis- und Stadtsparkasse Erding-Dorfen gerne verzichtet: Am Tag vor der Bilanzpressekonferenz machte ein Bericht die Runde, das Erdinger Geldhaus sei eines von 40 bundesweit, bei denen das Geldabheben selbst für Kunden nicht mehr kostenlos sei. Vor der Presse machte Vorstandsvorsitzender Joachim Sommer die Gegenrechnung auf und sparte dabei nicht mit Kritik an dem Autor der Studie sowie an den Medien, die diese ohne Gegenrecherche nachgedruckt hatten.

„Die Versorgung mit Bargeld war noch nie kostenlos, bei keiner Bank“, so Sommer. Denn ein Geldautomat koste Geld, der Betrieb einer Geschäftsstelle sowie die Anlieferung der Scheine auch. Schon immer sei dieser Aufwand beispielsweise über Kontoführungsgebühren auf alle Kunden umgelegt beziehungsweise über andere Produkte quersubventioniert worden.

Weiter kritisierte Sommer, dass nur eines von mehreren Kontomodellen herausgegriffen und dann verallgemeinert worden sei. „Wer für einzelne Abhebungen nichts bezahlen will, hat die Möglichkeit der Flatrate. Wir bieten diese Konten für 6,90 und 9,90 Euro an.“ Das kritisierte Modell sei die Basisvariante. „Für das haben wir soeben den monatlichen Preis gesenkt – von 3,90 auf 2,90 Euro. Darüber war aber nichts zu lesen.“ Vier Abhebungen am Automaten und zwei am Schalter sind laut Sommer nach wie vor kostenlos. Erst danach seien pro Vorgang 29 Cent fällig. „Ganz ehrlich, den Skandal sehen wir nicht“, schimpfte der Vorstandschef.

Nachdem 2016 bei der Sparkasse im Zeichen des Sparens bei Mitarbeitern und Filialnetz stand (wir berichteten), will das Geldhaus nun wieder verstärkt finanzieren. „Auch wenn wir in allgemein schwierigen Zeiten leben, es wäre fatal, wenn wir uns kaputt sparen würden.“

Im Juli wird das neue Geschäftshaus mit Portalpraxen des Klinikums Erding in Taufkirchen eröffnet – mit Bankfiliale. Die Sparkasse ist Bauherrin, Eigentümerin – und Vermieterin.

Völlig erneuert wird in den nächsten Jahren die Hauptstelle am Alois-Schießl-Platz in Erding. Laut Sommer ist das Gebäude aus den 70er Jahren „und daher nicht mehr zeitgemäß, etwa die riesige Schalterhalle.“ Heuer werde geplant, ab 2018 dann gebaut. „Für etwa zwei Jahre ziehen wir in die Räume, die derzeit vom Landratsamt am Hofmarksplatz in Altenerding genutzt werden“, so Sommer.

Als Mieter in einen Neubau will die Sparkasse in Erding-West – gegenüber vom Dänischen Bettenlager in einen geplanten Hotelkomplex. Hier wird es eine personenbesetzte Filiale sein.

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