+
Unhaltbare Zustände: An schönen Tagen geht rund um den Kronthaler Weiher nichts mehr.

Nach Chaos am Kronthaler Weiher 

Gotz sauer: Parkgebühren und Abschleppen

  • schließen

Erdings Oberbürgermeister Max Gotz will durchgreifen: Auf das Chaos auf den Zufahrten zum Kronthaler Weiher werde die Stadt voraussichtlich mit Parkgebühren reagieren. Wer Rettungswege blockiert, muss mit Abschleppen rechnen.

Erding – „Vielleicht ist uns die Umgestaltung des Kronthaler Weihers zu gut gelungen“, meinte Erdings Umweltreferent Thomas Schreder am Sonntag am CSU-Stammtisch im Wirtshaus Kreuzeder bittersüß an. Damit spielte das Stadtratsmitglied auf das Parkchaos in den vergangenen Tagen mit blockierten Rettungswegen an.

OB Max Gotz gefällt diese Entwicklung gar nicht. Er äußerte sein „absolutes Unverständnis, wenn Rettungswege einfach zugeparkt werden“. Darauf werde die Stadt reagieren. Unter anderem brachte Gotz Parkgebühren ins Spiel. „Auf diese Weise bringen wir die Dauerparker weg. Das wäre schon eine spürbare Verbesserung.“ So sei die Regelung auch an den großen Badeseen rund um München.

Arnold Kronseder regte an, wie beim Herbstfest und beim Sinnflut-Festival zu verfahren: Parkgebühren und eine Schranke, wenn alle Stellplätze belegt sind. Hubert Sandtner schlug vor, den Weg zum nahen Volksfestparkplatz auszuschildern. „Dort kostet das Abstellen nichts.“

Diese Gedanken will Gotz prüfen. Das gilt auch fürs Abschleppen: In der Parteiveranstaltung äußerte der OB seinen Unmut über die Polizei, die trotz zugeparkten Rettungswegs keine Veranlassung gesehen habe, grobe Parksünder abzuschleppen. „Ohne Polizei geht das aber nicht. Das Ordnungsamt kann das nicht einfach durchsetzen.“ Er, so Gotz, wolle nicht wissen, „wie groß der Aufschrei ist, wenn deswegen einem Badegast etwas passiert“.

Das Ordnungsamt werde seine Möglichkeiten ausschöpfen. Zum gestrigen Stadttriathlon seien acht Mitarbeiter ausgerückt – „auch um Falschparker aufzuschreiben“, so Gotz.

Die CSU wünscht sich, dass die Badegäste vor allem mit dem Fahrrad kommen. „Die Wege dorthin sind sehr gut ausgebaut und beschildert“, so Gotz.

Umweltreferent Schreder erklärte, die Umgestaltung des Erholungsgebiets Erding-Nord sei noch nicht zu Ende und verwies auf die geplante naturnahe Erschließung des nördlichen Bereichs. Hier soll die Natur bekanntlich geschützt, die Bevölkerung dank eines Rundwegs mit Aussichtsturm dennoch nicht ausgeschlossen werden.

Dazu merkte Gotz an, Umplanungen seien erforderlich geworden, weil man an ein zentrales Grundstück in Privateigentum nicht gekommen sei. Sein Ziel sei, „dass wir die weitere Planung möglichst heuer noch abschließen. Dann könnte es 2018 weitergehen.“

Schreder äußerte in diesem Zusammenhang den Wunsch, „dass wir den Gedanken an eine Landesgartenschau nicht aufgeben“. Die Bewerbung um die Ausstellung 2018 war nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Der Wildbiologe und Kreisjagdverbandsvorsitzender hält das Konzept und dessen schon umgesetzte beziehungsweise geplante Projekte für „so gut und durchdacht, dass wir es irgendwann noch einmal versuchen sollten“.

Hauptthema der Veranstaltung waren anstehende Maßnahmen in Sempt und Fehlbach. Völlig überraschend hat das Wasserwirtschaftsamt einer „sanften Bachauskehr“ zugestimmt (Bericht folgt).

Von Hans Moritz

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Bomben im Boden sind ihr Geschäft
EMC Kampfmittelbeseitigung sorgt in ganz Deutschland für Sicherheit. Das Langenpreisinger Unternehmen eröffnet nun auch eine Schule für dieses gefährliche Geschäft.
Bomben im Boden sind ihr Geschäft
Rechte Hetze, linke Ideologie und Schüler, die selbst denken können
Am Gymnasium Dorfen ist von der Schulleitung eine von Schülern organisierte und auch von der Schule auch genehmigte politische Podiumsdiskussion kurzfristig untersagt …
Rechte Hetze, linke Ideologie und Schüler, die selbst denken können
Bald auch Hilfen für Einheimische
In der Taufkirchener Puerto Jugendwohngemeinschaft von Condrobs sollen in absehbarer Zeit nicht nur unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreut werden, sondern auch …
Bald auch Hilfen für Einheimische
50 Jahre gelebte Barmherzigkeit
Seit 50 Jahren ist das Wohn- und Pflegeheim der Barmherzigen Brüder in Algasing eine Heimat für Menschen mit Behinderung. Trotz Umbruchs soll das Kloster ein Haus der …
50 Jahre gelebte Barmherzigkeit

Kommentare