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Die Eiszeit könnte vom Schrannenplatz auf den Grünen Markt umziehen. OB Max Gotz gefielen zuletzt vor allem die Wände rund um die Arena nicht.

Nach Kritik: Gotz denkt an Buden auf Schrannenplatz – Eiszeit künftig auf dem Grünen Markt?

Stadt Erding greift nach Christkindlmarkt

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Das war am Ende einfach zu viel: Künftig wird die Stadt Erding den zuletzt umstrittenen Christkindlmarkt mit Eiszeit organisieren. Das hat OB Max Gotz unserer Zeitung bestätigt.

Erding - Alles anderes als stad und besinnlich war die Stimmung rund um den jüngsten Christkindlmarkt in Erding. Nachdem vier traditionelle Beschicker die Anmeldefrist im Sommer verpasst hatten, klafften auf dem Kleinen Platz große Lücken – ebenso im gastronomischen Angebot. Die Kritik daran wollte ebenso wenig enden wie die an der zwei Meter hoch eingezäunten Eiszeit.

Jetzt zieht die Stadt die Reißleine. Sie will Organisation und Durchführung von Eiszeit und Markt selbst übernehmen. Bislang lag die Verantwortung beim Verschönerungsverein Erding. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigt Oberbürgermeister Max Gotz (CSU). Beide Veranstaltungen dürften vor einem gravierenden Wandel stehen.

Gotz versichert: Ich habe noch kein Konzept, sondern nur einige Gedanken. Aber nach der 2018er-Auflage musste etwas geschehen.“ Der OB kann sich vorstellen, Eiszeit und Christkindlmarkt räumlich zu trennen. Bis vor einem Jahr fand Ersteres im November und Zweiteres im Dezember statt – beides auf dem Schrannenplatz. Mittlerweile gibt es den öffentlichen Eislauf auch im Dezember.

Gotz regt an, die Eiszeit auf den Grünen Markt zu verlegen. Dabei ist allerdings noch nicht geklärt, inwieweit die BRK-Aktion Erbse an den Adventssamstagen dann dort stattfinden könnte. Offen ist überdies: Wo soll in dieser Zeit der donnerstägliche Wochenmarkt stattfinden?

Den Christkindlmarkt will Gotz auf den Schrannenplatz zurückholen, „eventuell um ein Rondell herum“. Er macht aber auch klar: „Die Nostalgiker, die sich hier vor allem Kunsthandwerk wie Schnitzereien und Glasbläserei wünschen, werden wir auch dann nicht überzeugen können“. Denn: In der Adventszeit gibt es in Erding rund 30 Märkte, in Schulen, Kindergärten, Pfarreien und Vereinen. „Diesen Wettbewerb kann der Christkindlmarkt nicht gewinnen“, ist Gotz überzeugt.

Diese Lösung könnte wiederum dem Wochenmarkt helfen – durch eine Teilnutzung des Kleinen Platzes.

Gotz schließt sich den Kritikern an, denen die Eiszeit dieses Mal nicht gefallen hat. „Die hohen Zäune mit Werbebannern waren nicht gut. Sie wirkten wie eine Mauer, man hat nichts gesehen.“ Auch die großen Kühlaggregate vor dem Sparkassengebäude hätten kein gutes Bild abgegeben.

Mit Fritz Steinberger, Vorsitzender des Verschönerungsvereins, hat der OB bereits gesprochen. Gotz hält es für möglich, dass der frühere Veranstalter nicht ganz außen vor bleibt. „Das Rahmenprogramm mit vielen Veranstaltungen hat mir sehr gut gefallen, und es ist auch angenommen worden.“ Für unsere Zeitung war Steinberger wegen eines Auslandsaufenthalts nicht zu erreichen.

„Ich wollte das eigentlich nie, dass die Stadt auch noch den Christkindlmarkt übernimmt. Aber aufgrund der vielen Beschwerden und der Unzufriedenheit unter anderem wegen der Bewerbungsfrist halte ich es für geboten, dass die Stadt in die Bresche springt“, meint Gotz.

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