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Am Morgen nach der Tat wehte das zum Teil eingerissene Absperrband der Polizei auf dem Parkplatz vor dem Getränkemarkt. 

Polizei fahndet mit Hochdruck

Täter nach brutalem Raub weiter flüchtig: Nachbarn haben mulmiges Gefühl

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Kurz vor Ladenschluss wurde ein Getränkemarkt in Erding überfallen. Die Täter flüchteten zu Fuß mit ein paar hundert Euro aus der Kasse.

Erding – Ein Polizeihubschrauber in der Luft hat am Montagabend viele Erdinger aufgeschreckt. Eine gute Stunde kreiste der Helikopter über dem Landratsamt und Klettham, teilweise stand er nach Zeugenberichten in der Luft. Die Beamten suchten zwei Räuber, die kurz vor 20 Uhr den Rewe-Getränkemarkt an der Freisinger Straße überfallen hatten.

Ein Mitarbeiter des Getränkemarktes wollte gerade schließen, als zwei maskierte Männer auf ihn zutraten. Einer der beiden bedrohte den Verkäufer nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord mit einem Schlagstock. „Dem Mitarbeiter geht es gut“, sagt Getränkemarkt-Leiter Thomas Streitberger am Tag nach dem Überfall. Dem Überfallopfer habe man sofort psychologische Betreuung angeboten.

Im Getränkemarkt geht der Betrieb weiter

Die Unbekannten erbeuteten schließlich mehrere hundert Euro aus der Kasse und flüchteten zu Fuß über den Parkplatz in Richtung Freisinger Straße. Die sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenwagen, Hubschrauber und Polizeihund verlief ohne Erfolg.

Am Tag nach dem Überfall hängt das Absperrband der Polizei zum Teil immer noch vor dem Rewe-Gelände. Ein umgebogenes Parkschild ragt schief in den Gehweg herein. Autos fahren vorbei und biegen in den Parkplatz herein. Im Getränkemarkt geht der Betrieb weiter.

Hans Mayer, Wäschereichef neben dem Getränkemarkt, war am Abend des Raubüberfalls noch bis 19.50 Uhr in der Arbeit: „Da war hier noch alles wie immer“, sagt er. Erst gestern Früh erzählte ihm der Marktleiter, was am Vorabend passiert sei. „Mir tut einfach der Mitarbeiter leid, der wird jetzt nicht mehr so einfach in dem Laden drin stehen.“ Die bittere Erkenntnis für Mayer: „Gegen solche Überfälle kann man leider nichts tun.“

„Ich stehe selbst manchmal bis um 20 Uhr im Laden – als Frau, ganz allein“

Vor rund drei Jahren wurde Mayer selbst Opfer eines Einbruchs. Täter warfen das Fenster der Wäscherei mit einem Stein ein und stahlen die Trinkgeldkasse. Diese war nach Geschäftsschluss glücklicherweise leer.

Auch der Laden von Feinkost-Verkäuferin Nurben Serbest (56) ist nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt. Ihr ist ein bisschen mulmig: „Ich stehe selbst manchmal bis um 20 Uhr im Laden – als Frau, ganz allein“, sagt sie.

Auch am Montag hat sie bis 20 Uhr gearbeitet: „Ich habe aber nichts von dem Überfall mitbekommen.“ Erst als sie zuhause war, sie wohnt in einer Nebenstraße des Marktes, sah sie den Hubschrauber über Sparkasse, Landratsamt und Rewe-Gelände kreisen: „Der ist ganz schön tief geflogen.“ Außerdem sah sie Polizisten, sie suchten die Umgebung mit Taschenlampen ab.

Polizei fahndet weiter nach Tätern

Für die Kunden auf dem Rewe-Gelände und die umliegenden Geschäftsleute bleibt die Nachricht vom Überfall ein Kuriosum. Einige haben davon noch gar nichts mitbekommen. Ein Getränkemarkt-Kunde sagt: „Man hört ja, dass überall eingebrochen wird. Warum sollte es nicht bei uns passieren?“

Van Nam Ngyuyen, der den Asia-Imbiss gegenüber betreibt, hat den Hubschrauber gehört. „Hat man die Täter denn schon?“, fragt er.

Nein. Die Polizei fahndet nach folgenden Männern: Täter 1: etwa 1,85 Meter groß, kräftige Statur, bekleidet mit grauer Hose und dunkler Jacke, maskiert mit weißer Mütze mit Sehschlitzen. Er hatte den Schlagstock in der Hand. Täter 2: etwa 1,80 Meter groß, normale Statur, maskiert mit schwarzer Haube, dunkel gekleidet. Die Kriminalpolizei Erding bittet um Zeugenhinweise: Tel. (0 81 22) 968-0.

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