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Aufgabe erfüllt: Die Flutmulde des Eittinger Bachs zwischen der Kreisstraße ED 19 Erding–Eitting und der Querverbindung nach Eichenkofen lief in der Nacht auf Freitag voll. Dabei wurde einmal mehr die Fahrbahn überflutet. Sie wurde gesperrt, nachdem gleich zwei Autofahrer zu schnell ins Wasser gefahren waren. Der Audi und der VW schleuderten von der Straße und landeten knietief im Wasser. Das drang laut Polizei ins Fahrzeuginnere ein.

Nach Zwei Tagen Dauerregen

Zwei Autos saufen im Hochwasser ab

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Tagelange Regenfälle haben in der Nacht auf Freitag die Hochwassergefahr im Landkreis rapide ansteigen lassen. In Taufkirchen stieg die Vils über die Ufer, auch andernorts kam es zu Überschwemmungen. Zwei Autofahrern wurden sie zum Verhängnis.

Landkreis - Erst Orkan Burglind, dann Dauerregen – wettermäßig hat 2018 turbulent begonnen. Die Sturmschäden waren gerade erst beiseite geräumt, da öffnete der Himmel seine Schleusen. Zahlreiche Straßen und Wege wurden überflutet. Wieder mussten die Feuerwehren raus.

In der Dunkelheit füllte sich am Eittinger Bach die Flutmulde südlich der Ortsverbindungsstraße Eitting–Eichenkofen so stark, dass die Fahrbahn überschwemmt wurde. Das erkannten nach Angaben von Polizeihauptkommissar Konrad Ecker gleich zwei Autofahrer zu spät. „Sie kamen wegen Aquaplanings nach links von der Straße ab und landeten in einem etwa knietief überfluteten Bereich.“ Dabei seien beide Fahrzeuge auch innen vollgelaufen, so Ecker. Es habe sich um einen Audi A 3 im Wert von rund 15 000 Euro und einen VW Golf für rund 5000 Euro gehandelt. Beide Wagen wurden abgeschleppt. Die Polizei alarmierte die Feuerwehr Langengeisling, die die Fahrbahn sperrte.

Alle Entwicklungen zur aktuellen Hochwasserlage finden Sie hier im News-Ticker

Auch in St. Wolfgang gab es einiges zu tun. In den Abendstunden erhielt die Feuerwehr den Alarm, am Festplatz drohe ein Hang abzurutschen. „So schlimm war es dann aber nicht“, berichtet der St. Wolfganger Kommandant Florian Axenböck. „Der Hang hat gehalten.“ Wenig später musste die Feuerwehr die B 15 im Bereich Kleinschwindau sperren – wegen Überflutung. „An dieser Stelle herrscht schnell Hochwasser“, so Axenböck, „wir haben dann eine Ampel aufgestellt. Die Fahrbahn ist leicht geneigt, so dass eine Fahrspur wechselweise genutzt werden kann.“

In Taufkirchen trat die Vils über die Ufer. Anwohner ärgerten sich, dass es zuvor keine Warnung durch das Wasserwirtschaftsamt gegeben hatte.

Kreisstraße kurzzeitig gesperrt

Auch in Altenerding hatte die Feuerwehr gut zu tun. Kommandant und Stadtbrandmeister Stephan Stanglmaier von der Feuerwehr Altenerding berichtet, dass ein Durchlass des Itzlinger Grabens an der Karlsbader Straße zweimal von Treibholz verstopft gewesen sei. „Wir haben ihn freigeräumt, so dass das Wasser wieder ungehindert abfließen konnte.“ Zur Sicherheit habe die Wehr auch die überflutungsgefährdeten Bereiche an der Sempt sowie am Neuhauser Graben kontrolliert, vor allem Au- und Petersbergstraße. „Dort war es diesmal aber ruhig“, so Stanglmaier. 2013 hatte es hier verheerende Schäden gegeben.

Kurzfristig sperren ließ Stanglmaier den Mündungsbereich der Kreisstraße ED 14 Altenerding–Walpertskirchen und der Staatsstraße 2331 Richtung Hörlkofen. Er stand unter Wasser.

Die Feuerwehr Finsing wurde alarmiert, um den Bach neben der Geltinger Straße hinsichtlich Überflutung zu kontrollieren.

Am Freitagmorgen ließ der Regen nach, die Hochwassergefahr war damit fürs Erste gebannt.

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