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Der Farbanstrich kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das ehemalige Postgebäude am Erdinger Bahnhof in die Jahre gekommen ist.

Nach zwölf Jahren

Hochschule zieht am Erdinger Bahnhof aus

Erding - Die Hochschule für angewandtes Management (HAM) zieht zum Monatsende aus dem ehemaligen Postgebäude am Bahnhof aus. Es war einer von zwei Standorten der privaten Hochschule in Erding.

Die angemieteten Räume im Widnmann-Palais an der Langen Zeile behält die Hochschule. Grund für den Auszug am Bahnhof: Das Gebäude, das die HAM seit ihrer Gründung im Jahr 2004 von der Stadt angemietet hatte, sei nicht mehr wettbewerbsfähig gewesen, so HAM-Präsident Claudius Schikora.

 „Wir haben bereits zu Beginn des Wintersemesters neue Räume in Ismaning angemietet“, erklärte Schikora im Gespräch mit der Heimatzeitung. Dort und in Erding zählt die HAM derzeit knapp 2000 Studenten. Weitere 700 werden an den Außenstandorten Berlin, Unna, Treuchtlingen und Neumarkt in der Oberpfalz unterrichtet.

Schikora betont, dass Erding Headquarter der Hochschule bleiben werde.  „Wir fahren jetzt mit den beiden Standorten in Erding und Ismaning, aber mittelfristig haben wir einen großen Campus im Fliegerhorst im Blick.“ Wann dieser realisiert werden kann, steht noch nicht fest. Mit der Einrichtung des Warteraums Asyl war zumindest klar, dass der anvisierte Termin 2019/20 nicht gehalten werden kann. Diesen Zeitraum hätte die Hochschule mit den renovierungsbedürftigen Räumen am Bahnhof noch überbrücken können. Mehr aber nicht.

Nach dem Umzug werde es in Erding weniger Studenten geben, dafür werde der Standort an der Langen Zeile aber intensiver genutzt. Dort habe man zwei zusätzliche Seminarräume geschaffen, so der HAM-Präsident: „Alle Studienzweige sind in Erding vertreten.“ Am beliebtesten ist die Wirtschaftspsychologie. Darüber hinaus werden Sportmanagement, Wirtschaftsrecht, und Betriebswirtschaft mit branchenspezifischen Zweigen angeboten.

Pro Semester gibt es drei Präsenzzeiten in Erding, der Rest der Zeit wird über Internet-Plattformen nach dem Vorbild der Fernuniversitäten abgewickelt. Vor allem zu Prüfungsterminen war es eng in Erding. „Da hatten wir sogar Räume im Parkhotel, im Kastanienhof, in der Stadthalle, der Volkshochschule und der Schiaßn angemietet, damit alle Studenten Platz fanden“, erzählte Schikora.

Wer Nachmieter der Hochschule am Bahnhof wird, steht noch nicht fest. Über die Nachfolge-Nutzung liefen Verhandlungen, sagte Günther Pech von der Stadtverwaltung. Unterschrieben sei aber noch nichts. zie

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