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Ein spannendes Konzert aus der kreativen Nachklang-Werkstatt boten die musikbegeisterten Kinder und Jugendlichen im KMS-Konzertsaal. Die Gesamtleitung hatte die Gründerin der Musikreihe Ulli Büsel (2. v. l.). 

Nachklangkonzert

Geigen beschwören Geisterstunde herauf

Nachklang-Werkstatt – unter diesem Titel stand das elfte Nachklangkonzert im Konzertsaal der Kreismusikschule, das die Musikerin Ulli Büsel ins Leben gerufen hat, um jungen Talenten ein Forum zu bieten. Die Reihe hat sich etabliert, und es gibt immer wieder neue Entwicklungen, die das musikalische Leben bereichern.

ErdingNachklang-Werkstatt unter diesem Titel stand das elfte Nachklangkonzert im Konzertsaal der Kreismusikschule, das die Musikerin Ulli Büsel ins Leben gerufen hat, um jungen Talenten ein Forum zu bieten. Die Reihe hat sich etabliert, und es gibt immer wieder neue Entwicklungen, die das musikalische Leben bereichern.

Beeindruckend war der erste Auftritt des Orchesters der Akademie, des JKO Violinissimo, ein weiteres Ensemble, das sich kürzlich gegründet hat. Die Musizierenden spielten mit der souveränen Solistin Anna Kellner eine russische Fantasie von Leo Portnoff, die Büsel für die Gruppe arrangiert hatte. Die weiteren Mitwirkenden im Orchester der Akademie: Victoria Heide, Paul Edrich, Fiona Wawerla, Ida Eckert, Eileen Schmieger (Violinen), Severin Müller, Martha Edrich, Marlene Heide und Lucia Schuster (Cello) sowie Thomas Haindl (Bass).

„The Boy Paganini“ erweckten die Geschwister Ida (Geige) und Felix Eckert (Klavier) zum Leben. Liebenswerter Gruselspaß mit schaurig-schöner Lautmalerei war von Sarah Elmer, Viola Döllel und Marlene Jagusch zu hören, die auf ihren Geigen so verheißungsvoll die Geisterstunde ankündigten, dass sogar ein Gespenst auf die Bühne schwebte. Schwungvoll ließ Mirjam Müller (Violine) Fritz Kreislers „Schön Rosmarin“ erklingen, begleitet von Andrea Traber am Klavier.

Beachtenswert war die Leistung von Sebastian Ludwig, der den ersten Satz aus Ludwig van Beethovens Sonate „Pathétique“ vorbereitet hatte, die hohe pianistische Anforderungen in sich birgt. Lisa Haindl (Violine) und Andrea Traber ließen John Williams’ emotionsgeladene Titelmusik zu „Schindlers Liste“ erklingen.

Nachdem Quirin Vogel „Warum“ aus Robert Schumanns Fantasiestücken und ein Bach-Präludium aus dem „Wohltemperierten Klavier“ zu Gehör gebracht hatte, spielte Sandra Rieger meisterhaft zwei Sätze aus einer Bach-Partita – ein Solostück für Violine, das immer noch als höchster Maßstab für die Beherrschung des Instruments gilt. Quirin Vogel reagierte auf diese packende Violindarbietung mit einer Improvisation am Flügel und ließ dabei Elemente aus der Bachschen Kompositionskunst in seine Musik aus dem Augenblick einfließen.

Ein zauberhaftes Finale wurde den Zuhörern mit Charles-Auguste de Bériots „Scène de Ballett“ geboten. Geigerin Clara Büsel und Pianistin Traber ließen ein Klangschauspiel entstehen – interpretiert mit hinreißender Leichtigkeit, traumwandlerischer Sicherheit, schwelgender Leidenschaft und Virtuosität.


vev

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