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Alois Flötzinger (96 †) starb am Sonntag. 

Nachruf

Geisling trauert um Alois Flötzinger

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Um einen seiner großen Söhne trauert Langengeisling. Im gesegneten Alter von 96 Jahren starb Alois Flötzinger senior.

Langengeisling – Er hinterlässt seine drei Kinder Alois jun., Rudi und Evi sowie sechs Enkel. Gattin Antonie, die er 1956 geheiratet hatte, war 2016 verstorben.

30 Jahre lang betätigte sich Flötzinger kommunalpolitisch. Dieses Engagement würdigte OB Max Gotz am Dienstag im Stadtrat mit einer Gedenkminute. Flötzinger gehörte von 1966 bis 1978 dem Gemeinderat des damals noch eigenständigen Orts an und bekleidete dann von 1972 bis 1978 das Amt des Zweiten Bürgermeisters. Nach der Fusion mit Erding vor 40 Jahren saß der Verstorbene bis 1996 im Stadtrat. Dem gehört mittlerweile auch sein Sohn Alois an.

Aber auch nach seinem Ausscheiden aus dem Gremium blieb Flötzinger ein politisch interessierter Mensch. Keine Geislinger Bürgerversammlung ließ er aus und beteiligte sich rege an der Aussprache. Auch sonst war er ein geselliger Mensch, „der sich immer dann besonders wohl fühlte, wenn er unter Leuten war“, erinnert sich seine Tochter Evi.

Geboren wurde Flötzinger am 5. Juni 1921 in seinem Heimatort. Nach der Schule absolvierte er in einem Landmaschinenbetrieb in Bruckmühl seine Ausbildung. Mit 21 Jahren musste er in den Krieg. Neun Jahre war er in Russland, vier davon in Gefangenschaft. Danach arbeitete er im elterlichen Betrieb, den er später mit Meisterbrief übernahm. Dort bot er auch Landmaschinentechnik und Metallbau an. Bis zu 15 Leute arbeiteten für Flötzinger. Die Firma führt heute Sohn Alois.

Privat ging Flötzinger sen. gerne in die Berge. Gerne fuhr er nach Südtirol und in die Wachau. Eine große Leidenschaft war das Angeln – in der Sempt und im gepachteten Weiher seiner Heimatgemeinde. Er überwand schwere gesundheitliche Schicksale und kam immer wieder auf die Füße. Mitte Dezember ging es dann gesundheitlich abwärts.

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