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Resi Zech (†) ist im Alter von 77 Jahren verstorben.

Nachruf: Resi Zech  († 77)

Die Macherin mit der sozialen Ader

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Resi Zech war eine Macherin. Wo immer es ging, hat sie angepackt. Die Kirche und die Frauen Union lagen ihr ganz besonders am Herzen. Nun ist Zech knapp einen Monat nach ihrem 77. Geburtstag gestorben.

Altenerding– Ob Frauen Union, Kolpingsfamilie oder Pfarrei: Resi Zech war ein Vereinsmensch, eine Macherin, die das soziale Engagement in ihrer Heimat gelebt hat. Aber sie war auch liebende Mama zweier Buben und stolze Großmutter der Enkel Moritz, Vanessa und Niklas. Und sie musste einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen, als ihr Mann vor einem Jahr bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Nun ist die Altenerdingerin ihrem Johann nach längerer Krankheit gefolgt.

Zech stammt aus Buch am Buchrain, wo sie in ihrer Jugend Theater gespielt hat und in der Pfarrei engagiert war. Mit ihrem Mann Johann, den sie 1963 geheiratet hatte, gründete sie im gleichen Jahr den gemeinsamen Bagger- und Fuhrbetrieb in Altenerding. 55 Jahre lang schmiss die gelernte Bürokauffrau dort die Geschäfte.

„Sie war bei so vielem Antrieb und Motor“, sagt Gerhard Zech über seine Mama. „Und sie war immer viel für andere da“, ergänzt sein Bruder Johann: „Sie war eine richtige Macherin.“ Als eine der ersten Frauen war Resi Zech schon vor Jahren Lektorin in der Pfarrei Mariä Verkündigung Altenerding. Sie gehörte zu den Vorreitern, die einst die Aktion Ferienspaß ins Leben gerufen haben.

Und auch als vor 30 Jahren die Frauen Union (FU) in Erding gegründet wurde, war Resi Zech vorne mit dabei. 15 Jahre lang war sie deren Ortsvorsitzende, hat die Frauenarbeitsgemeinschaft der CSU in der Herzogstadt geprägt wie keine andere. Doch als der Ortsverband diesen März 30-jähriges Bestehen gefeiert und dabei auch die langjährige Vorsitzende geehrt hat, fehlte sie bereits krankheitsbedingt. Zech hatte schon lange Herzprobleme und mehrere OPs hinter sich. Vor rund einem Jahr kam sie erneut ins Krankenhaus. „Wir hatten gehofft, dass es wieder wird. Bis zum Schluss wurde alles versucht“, sagt Gerhard Zech. Doch vor einer Woche hat ihr Herz aufgehört zu schlagen.

Erst kurz vor ihrem Krankenhausaufenthalt hatte sich Zech von der Spitze der Erdinger FU zurückgezogen. Auch im Kreisverband, wo sie stellvertretende Chefin war, rückte sie ins hintere Glied.

„Sie ist die Person, die mich geprägt hat, was die Frauen Union angeht“, erzählt Kreischefin Janine Krzizok und erinnert sich: „Als ich mit 19 Jahren zur CSU kam, hat sie mich mit offenen Armen empfangen und immer gefördert. Es gab einfach keine Frauen Union ohne Resi Zech. Sie hat der FU in Erding ihr Gesicht gegeben.“ Zech habe stets die Interessen der FU und aller Frauen vertreten. „Ich habe selten jemanden erlebt, der – ohne eigene Ambitionen zu haben – so viel Herzblut in die politische Arbeit steckt“, sagt Krzizok. „Sie hat die Frauen Union gelebt.“

Dabei hatte Zech stets ihre Mitmenschen im Blick – zum Beispiel beim traditionellen FU-Bücherbasar im Fischer’s Seniorenzentrum, der immer viel Geld für soziale Einrichtungen einbrachte.

Doch das politische Engagement war nicht alles im Leben von Resi Zech. „Es gab kaum einen Tag, an dem sie daheim war. Sie war immer unterwegs“, erzählt Sohn Johann. Beim Verschönerungsverein Altenerding war sie aktiv, half beim Schmücken des Osterbrunnens und bei Pflanzaktionen. In ihrer Pfarrei war sie Kommunionausteilerin, 24 Jahre lang im Pfarrgemeinderat und bis zuletzt in der Kirchenverwaltung. Für die Pfarrei und auch die CSU übernahm sie Gratulationen. „Die Kirche war ihr immer sehr wichtig“, erzählt Schwiegertochter Petra Zech.

Und bei der Kolpingsfamilie gehörte sie ebenfalls zu denjenigen, die den katholischen Sozialverband in Altenerding 1982 gegründet haben. „Sie war von Anfang an dabei, hat bei den Veranstaltungen geholfen und die Ideen der Kolpingsfamilie, Jugend-, Familien- und Sozialarbeit zu leisten, stets unterstützt“, sagt Hermann Bendl vom Kolping-Vorstandstrio.

Wie auch in ihrer Arbeit bei der FU, seien Zech die Bemühungen im sozialen Bereich bei der Kolpingsfamilie generell ein Anliegen gewesen. Aber sie habe nicht nur ideell die Kolping-Werte unterstützt, sondern auch tatkräftig mitgeholfen, wenn zum Beispiel Starkbier-, Sommer- oder Pfarrfeste gefeiert wurden. „Da stand sie schon mal stundenlang in der Küche und hat Geschirr gespült“, erzählt Bendl, für den Zechs Tod sehr plötzlich kam: „Wir verlieren mit ihr eine wichtige Stütze unserer Arbeit.“

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