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Vorsicht, Funkenmariechen im Anflug: Annelena Hennig hat mit Schwerkraft nicht am Hut. Vor mehreren hundert Zuschauern wirbelte sie nur so über die Bühne.

Narrenschranne der Narrhalla Erding

Fasching mit südkoreanischer Konkurrenz

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Alles andere als optimal waren die Voraussetzungen für die Narrenschranne am Faschingssonntag: Nieselregen, Schnee und deutsche Medaillenanwärter bei Olympia. Dennoch erlebten hunderte Zuschauer ein buntes Programm.

Erding - Kaum wiederzuerkennen war die Stadtkapelle, die sich gestern punkt 13.30 Uhr auf der Langen Zeile in Bewegung setzte, um mit Marschmusik Garden sowie die beiden Prinzenpaare in einer von kräftigen jungen Männern gezogene Kutsche zur Bühne auf dem Schrannenplatz zu geleiten. Die Musikanten erschienen nicht in Tracht, sondern bunt maskiert.

Den ersten Applaus heimste das Kinderprinzenpaar Coco-Valentina I. und Jakob I. ein – weil sie ihre launige Rede frei vortrugen. Prinz Max III. und Tabea I. schlugen hingegen ein paar (nicht wirklich ernst gemeinte) Buh-Rufe entgegen – wegen ihres Geständnisses, ein Manuskript zu benötigen. Bravourös meisterten schließlich beide ihre Walzer.

Gegen die Kälte tanzten danach die Garden der Spielvereinigung Altenerding an – wie immer perfekt trainiert von Susann Mair und ihrem Team. Die YoungStars und wenig später die Kindergarde waren der Beweis, dass man nicht früh genug mit dem Showtanz beginnen kann. Wie weit man es bringen kann, stellte Annalena Hennig unter Beweis. Als Funkenmariechen flog sie nur so über die Bühne. Sie kann fast alles –außer Schwerkraft.

Nicht minder routiniert: Christoph und Serafina. 2014 waren sie das Kinderprinzenpaar der Narrhalla. Sie sind als Tänzer zusammengeblieben und erhielten für ihre Einlage zu Recht viel Applaus. Weitere Tanzformationen waren die Sternchen, die Starlights sowie die Prinzen- und die Teeniegarde.

Bilder: Besucher begeistert von Narrenschranne der Narrhalla Erding

Humoristisch-kabarettistisch war die Einlage der Alten Jungelfer um den Faschingsprinzen von 2014, Dieter Jäckel. Sie knöpften sich die Lokalpolitik vor, vor allem das Problem mit den maroden Brücken. Ein Seitenhieb auf Landrat Martin Bayerstorfer, der aus Unmut bei seinem CSU-Ball den Narrhalla-Sketch abgesagt hatte, konnten sich die Alten Jungelfer nicht verkneifen. Den Begriff Odlfasslschiaba zogen sie ausdrücklich zurück. Mittlerweile hätten sie gelernt, dass ein Odlfassl nicht geschoben, sondern gezogen wird.

Nicht fehlen durfte auch das legendäre lebende Kasperltheater, das sich ebenfalls der Erdinger Politik widmete.

Auf den Schrannenplatz waren diesmal witterungsbedingt spürbar weniger Besucher gekommen. Und auch die Vielfalt der Kostümierungen war schon mal größer.

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