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Charmant und professionell: Kinderprinzessin Coco Valentina und Kinderprinz Jakob sowie Prinzessin Tabea und Prinz Max sind ein bisserl wehmütig, dass die närrische Zeit am Aschermittwoch vorbei ist.

Narrhalla Erding 

„Manchmal muss der Narr auch frech sein“

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Erding - Kurz war der Fasching 2018. Nur knapp fünf Wochen blieben den Narren, um gebührend zu feiern. Für das Erdinger Prinzenpaar Tabea Czapek und Max Thalhammer war es eine unvergessliche Zeit. Sie feiern heute wehmütig den Kehraus.

Ihre Ballschuhe sind fast durchgetanzt, seine Manschettenknöpfe gingen zwischendrin kaputt, und ihr Hofstaat war reihum von Erkältungen betroffen. In vielerlei Hinsicht intensiv war der Fasching für Tabea I. von HipHop und Fagott und Max III. von Taktstock und Touchdown. Unzählige Auftritte haben sie als Prinzenpaar der Narrhalla Erding absolviert – und jeden genossen. „Das war eine der fünf schönsten Wochen, die ich in meinem Leben hatte. Das ist was Besonderes, das nie wiederkommt“, sagte der Prinz, und Tabea nickte lächelnd.

Beim traditionellen Weißwurst-Frühstück der Narrhalla am Montag zogen die beiden ein Resümee ihrer Regentschaft. „Ich bin ein bisserl traurig, dass es gleich vorbei ist“, sagte die 20-Jährige. „Es hat uns großen Spaß gemacht“, ergänzte ihr Prinz (25). Tabea hat besonders gefreut, „dass ich so gut aufgenommen wurde. Ich bin ja noch nicht so lang bei der Narrhalla“. Für Max war es der vierte Fasching. All die Jahre engagierte er sich als Jungelfer, heuer als Prinz – „eine ganz neue Perspektive“. Dass beide sich so einbringen konnten, verdanken sie auch ihren Arbeitgebern. Max Thalhammer macht gerade eine Ausbildung zum Elektroniker, Tabea Czapek bildet sich zur Erzieherin weiter und besucht dafür in Mühldorf die Schule.

Mit ihrem Hofstaat und den Garden traten sie nicht nur auf Faschingsbällen auf. Sie besuchten auch Seniorenheime und Kindergärten in Erding. Das hat der Prinzessin besonders gefallen, „denn die Kinder gehen da voll mit und jubeln begeistert“. Ein besonderes Highlight war der Auftritt beim Chrysanthemenball, dem ältesten Wohltätigkeitsball Europas, im Hotel Bayerischer Hof in München.

Traurig, dass der Fasching vorbei ist

Stets an ihrer Seite: das Kinderprinzenpaar Coco Valentina I. von Glitter und Glimmer und Jakob I. der Trommelwirbel. „Etwas aufgeregt war ich schon“, erzählt Jakob von den Anfängen, doch ihre Auftritte meisterten beide wie die Profis. Den größten Spaß hatten die beiden Grundschüler beim Galaball, bei dem sie ihren Walzer erstmals vor hunderten Zuschauern tanzten. Dafür hatten sie – wie das große Prinzenpaar – extra Tanzstunden genommen. „Trotzdem ist Jakob mir manchmal auf mein Kleid getreten“, verriet Coco lachend.

Für sie ging mit der Ernennung zur Kinderprinzessin ein großer Traum in Erfüllung: „Ich musste deswegen meinen Papa jedes Jahr nerven“, erzählte sie. Der heißt Stefan Neumaier und ist Narrhalla-Präsident.

Lange überreden musste Coco Valentina ihren Prinzen nicht. Die beiden kennen sich durch ihre Eltern seit Jahren und verstehen sich sehr gut. Nur eine Sache hatte Jakob auszusetzen: „Ich habe die ganze Zeit Glitzer auf meinem Anzug, der kommt aus Cocos Haaren.“ Das schlechte Wetter bei der Narrenschranne am Sonntag dagegen störte die zwei wenig, für sie stand der Spaß im Vordergrund. Sie werden der Faschingszeit noch eine Weile nachtrauern.

Premiere bei den Hemadlenzn

„Sehr ereignisreich“ sei der Fasching gewesen, erinnerte Neumaier beim Weißwurstfrühstück, das nach der Schließung des Mayr-Wirts erstmals beim Erdinger Weißbräu stattfand. Er erklärte, man habe der Narrhalla nachgesagt, sie sei diesmal ein bisserl frech gewesen. Seine Antwort: „Manchmal muss der Narr auch frech sein. Nix für unguad.“ Neben den Sponsoren, „ohne die so ein Fasching, wie wir ihn feiern, nicht möglich wäre“, waren unter anderem auch Umweltministerin Ulrike Scharf, MdB Andreas Lenz, OB Max Gotz und Vize-Landrat Jakob Schwimmer gekommen. Er vertrat Martin Bayerstorfer, „der beim Skifahren ist“, wie Neumaier betonte: „Es ist alles gut.“

Übrigens: Nicht nur als Prinzenpaar feierten Tabea und Max Premiere, auch bei den Dorfener Hemadlenzn waren sie erstmals. Das hat sie begeistert. „Die größte Herausforderung war, dass man seine Leute wieder findet, weil alle gleich aussschauen“, erzählte Thalhammer.

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