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Friedhof Langengeisling: Urnenstele steht

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Von: Gabi Zierz

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Quadratisch ist die Urnenstele auf dem Langengeislinger Friedhof.
Quadratisch ist die Urnenstele auf dem Langengeislinger Friedhof. © Stadt Erding

Eine neue Bestattungsform bietet die Stadt Erding auf Wunsch vieler Bürger jetzt auch in Langengeisling an: eine Urnenstele mit Platz für 16 Grabkammern.

Erding/Langengeisling – Die letzte Ruhe wandelt sich: Um neuen Bestattungsformen Rechnung zu tragen, gibt es jetzt auch auf dem Langengeislinger Friedhof eine Urnenstele. Sie soll ab Januar zur Belegung freigegeben werden, erklärte Andrea Hoffmann, stellvertretende Leiterin des Standesamtes, den Stadträten am Dienstagabend im Verwaltungs- und Finanzausschuss. Um diese Neuerung auch formal aufzunehmen, wurden ein Belegungsplan, eine neue Friedhofs- und eine neue Gebührensatzung erlassen. Viel Diskussionsbedarf hatten die Stadträte nicht.

Mit den 16 Grabkammern in der Urnenstele komme man einem Wunsch aus der Langengeislinger Bürgerschaft und dem vermehrten Bedarf nach Urnennischengräbern nach, erklärte Hoffmann. Diese zeichneten sich insbesondere dadurch aus, dass keine Grabpflege erforderlich sei. Die hellgraue quadratische Urnenstele hat vier Seiten. Jede bietet vier Grabkammern Platz, in denen jeweils zwei Urnen bestattet werden können.

Die Arbeiten, die der städtische Bauhof übernommen hat, sind fast abgeschlossen. Die Stele steht. Die Pflanzarbeiten sollen bis Ende November erledigt sein, so Hoffmann. Ein Urnennischengrab kostet künftig 77 Euro pro Jahr, ohne Grabplatte. Für diese kommen einmalig 129 Euro hinzu. Die Grabplatten stellt die Stadt. „Sie werden mit einem speziellen Schloss verschlossen“, so Hoffmann. Für die Gravur gebe es genaue Vorgaben, um ein einheitliches Bild zu gewährleisten. Erlaubt sind allerdings ovale Porzellanbilder der Verstorbenen in einer bestimmten Größe. Auch das Aufstellen von Blumenschmuck und Grablichtern ist gestattet. Andere Dekogegenstände sind nicht erlaubt.

Rainer Mehringer (Freie Wähler) wollte wissen, was nach Ablauf der Ruhefrist von 15 Jahren mit den Urnen geschieht, wenn die Angehörigen auf das Nutzungsrecht verzichten. Hoffmann erklärte, dass in Stelen nur nicht verrottbare Urnen erlaubt seien. Diese müssten also zunächst umgefüllt und dann in einer Sammelbestattung in einem Grab beigesetzt werden. Dies geschehe beispielsweise in Altenerding alle halbe Jahre.

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