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Sylvia Fratton-Meusel leitet die Inklusionsberatungsstelle am Schulamt Erding

Neue Inklusionsberatungsstelle am Schulamt

Der beste Weg für jedes Kind

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Erding - Welche Schule ist die richtige? Diese Entscheidung überfordert schon viele Eltern mit normal begabtem Nachwuchs. Noch schwieriger ist es, wenn das Kind behindert ist. Die neue Inklusionsberatungsstelle soll helfen. Klar ist: Ohne Förderschulen wird es auch künftig nicht gehen.

Das Schulsystem im Kreis Erding ist breit gefächert ist. Auch für gehandicapte Schüler gibt es viele Einrichtungen. Doch jede Auswahl schafft die Qual der Wahl. Eltern werden an jeder Schule oder am Schulamt beraten. Hinzu kommen die drei staatlichen Beratungsstellen in Oberbayern. Nun gibt es ein weiteres Angebot: die Inklusionsberatungsstelle am Schulamt. Sie erfüllt gleich vier Voraussetzungen: Es ist ein „wohnortnahes, überörtliches, neutrales und vernetztes Angebot“, wie Regierungsschuldirektorin Hiltrud Schmandt-Müller bei der Eröffnung erklärte. Ziel ist, behinderten Kindern möglichst einen regulären Schulbesuch zu ermöglichen.

Der Service ist ans Schulamt angegliedert. Ein vierköpfiges Team um Leiterin Sylvia Fratton-Meusel, Beratungsrektorin und Schulpsychologin, informiert über die Möglichkeit der Inklusion in Stadt und Landkreis Erding. Es berät beim Übergang und klärt über alle Möglichkeiten der schulischen wie außerschulischen Unterstützung auf. Dabei kooperiert die Beratungsstelle mit Psychologen, Jugendamt, (Kinder-)Ärzten, Behindertenbeauftragten und der Agentur für Arbeit. Das Angebot ist kostenlos. Die Berater unterliegen der Schweigepflicht.

Schulamtsleiterin Marion Bauer sagte in der von Kindern musikalisch gestalteten Feierstunde, das neue Angebot sei ein Ausfluss aus der UN-Menschenrechtskonvention von 2009, die Inklusion vorschreibt. Sie und später auch Landrat Martin Bayerstorfer betonten das freie Wahlrecht der Eltern. Der Kreischef erklärte: „Inklusion bedeutet nicht, dass wir keine sonderpädagogischen Förderzentren mehr brauchen. Es gibt Familie, die ihr Kind hier besser aufgehoben wissen.“

Bauer berichtete, dass in Sachen Inklusion schon viel erreicht worden sei. Sie nannte 21 Kooperationsklassen an Grundschulen, zwei Inklusionsschulen sowie die Förderzentren in Erding und Dorfen. Die neue Beratungsstelle leiste bei der Vernetzung wichtige Dienste.

Schmandt-Müller von der Regierung von Oberbayern erklärte, Erding sei in der dritten Welle neu geschaffener Inklusionsberatungen. Sie gebe es nun flächendeckend. Besonders lobenswert am Erdinger Modell sei, „dass es hier gleich drei Sonderschulpädagoginnen gibt“.

Kontakt:

Die Inklusionsberatungsstelle am Schulamt Erding, Alois-Schießl-Platz 8, ist unter Tel. (0 81 22) 58 14 60 erreichbar. Es gibt eine Infobroschüre.

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