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Präsentierten die Kulturkarte (Bild links oben, v. l.): Hans Otto Seitschek, Ingrid Müller-Heß, Claus Lüdenbach und Jutta Kistner. Besitzer der Vorteilskarte bekommen Ermäßigungen, so auf die Eintrittskarte zum Konzert von Quintessenz (Bild, oben rechts) in der Stadthalle. Auch die Stadtbücherei bietet kulturelle Veranstaltungen (Bild, l.). Karteninhaber bekommen einen kostenlosen Bibliotheksausweis.

Neue Kooperation  

Kulturkarte: Ein Geschenk an die Erdinger

Die Kulturkarte ist das bindende Element zwischen Stadthalle, Volkshochschule, Stadtbücherei und Katholischem Bildungswerk. Der Ausweis soll Stammkunden mit Vergünstigungen belohnen und die integrative Gesellschaft fördern. Die Mitglieder stellten sie am Mittwoch vor.

Erding– Die Initiative, eine gemeinsame Kulturkarte einzuführen, war von Claus Lüdenbach, Leiter der Volkshochschule (VHS), schon vor einem Jahr ausgegangen. Damals hatten sich die Stadtbücherei und das Katholische Bildungswerk (KBW) beteiligt. Jetzt schloss sich die Stadthalle an. Die Karte präsentierten die Institutionen gemeinsam, deren öffentlicher Auftrag es sei, „dem Landkreisbürger die bestmögliche Bildung zu bieten“, wie Stadthallenchefin Jutta Kistner es formulierte. „Deshalb ist es wichtig, als Netzwerk aufzutreten“, ergänzte Claus Lüdenbach, Leiter der Volkshochschule (VHS).

Ein weiteres wichtiges Ziel der Vorteilskarte sei es, „treue Kulturgänger mit Ermäßigungen und kostenlosen Kursen zu belohnen“. KBW-Geschäftsführer Hans Otto Seitschekist sich zudem sicher: „Erding ist eine gute Bühne für große Akzente.“

Bücherei-Chefin Ingrid Müller-Heß berichtete von ersten Erfahrungen mit der Kulturkarte: „Obwohl wir die Karte vergangenes Jahr noch gar nicht beworben hatten, haben sie immerhin 15 Bücherei-Mitglieder gekauft.“ Viele, die beispielsweise VHS-Vorträge besuchen, würden sich auf diese vorbereiten und Bücher ausleihen, wusste Müller-Heß. Kistner bestätigte: „Wir haben viele Schnittstellen, das zeigte sich deutlich bei unserer Zusammenarbeit.“

Um das Projekt zu fördern und für die Benutzer komfortabler zu gestalten, wollen die Institutionen in die EDV investieren. So sollen Online-Buchungen vereinfacht und eine gegenseitige Verlinkung möglich werden.

Die Teilnehmer hoffen für das erste Semester auf 500 Teilnehmer und „dass das Pflänzchen noch wächst und sich andere Institutionen anschließen“, sagte Lüdenbach. „Vielleicht kommen ja auch Anregungen von den Karten-Inhabern“, hofft er. Der VHS-Chef und seine Mitstreiter seien sich aber bewusst, dass in erster Linie sie mit einem interessanten Angebot gefragt seien.

Die Kulturkarte gibt es für 39 Euro in der VHS. Personen bis zum 26. Lebensjahr und Inhaber der Sozialcard Erding zahlen fünf Euro. Die Karte gilt jeweils für ein Semester. Besitzer der Vorteilskarte haben kostenlosen Zugang zu rund 50 VHS-Vorträgen und bekommen 20 Prozent Ermäßigung auf die meisten der 420 Kurse. Die Stadtbücherei bietet einen kostenlosen Bibliotheksausweis, und viele Veranstaltungen des KBW sind ermäßigt. Die Stadthalle gibt zehn Prozent Rabatt auf fünf ausgewählte Produktionen, darunter Quintessenz am 4. März mit dem Erdinger Flötisten Manfred Ludwig.

Alexandra Anderka

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