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Neue Mehrzweckhalle und mehr Personal

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Von: Gabi Zierz

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Die Turnhalle am Lodererplatz in Erding ist die letzten Monate vor der Schließung als Corona-Impfzentrum des BRK genutzt worden. Jetzt wird sie abgerissen und durch eine neue Mehrzweckhalle ersetzt. © Hans Moritz

Erding - Die neue Mehrzweckhalle an der Mittelschule am Lodererplatz in Erding ist die größte Investition im Stadthaushalt 2022. Er hat ein Volumen von 126 Millionen Euro.

„Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.“ An diese Redensart hat sich die Stadtkämmerei erinnert, als sie den Erdinger Haushaltsplan für 2022 aufstellte. Damit folgt sie einer guten Tradition. Vor allem bei den zu erwartenden Einnahmen ist mit Bedacht kalkuliert worden, denn niemand kann so genau sagen, wie sich die Pandemie im kommenden Jahr finanziell auswirken wird.

Der Haushaltsentwurf, über den die Stadträte am Montagabend im Großen Saal der Stadthalle beraten haben, hat ein Volumen von 126 Millionen Euro und liegt damit nur geringfügig unter den 127 Millionen Euro des laufenden Jahres. Gut 93 Millionen Euro entfallen 2022 auf den Verwaltungshaushalt, der für den laufenden Unterhalt und Betrieb zuständig ist.

Für Investitionen sind im Vermögensetat knapp 33 Millionen Euro vorgesehen. Dass diese Summe tatsächlich ausgegeben wird, ist allerdings nicht zu erwarten. Denn Jahr für Jahr verschieben sich verschiedene Maßnahmen zeitlich, können nicht abgeschlossen oder gar nicht erst begonnen werden. Die Beträge werden dann im Nachtragshaushalt, der stets im Herbst beraten wird, neu veranschlagt.

Zur Finanzierung der Investitionen ist eine Kreditaufnahme von 20 Millionen Euro vorgesehen. Diese ist seit 2020 Teil des Etatentwurfs, war bislang aber nicht notwendig. Auch heuer konnte der Haushalt durch eine Rücklagenentnahme von 13,7 Millionen Euro ausgeglichen. Ob diese Summe in voller Höhe benötigt wird, „hängt davon ab, welche größeren Baurechnungen 2021 noch anfallen“, schreibt Kämmerer Kurt Hiller im Haushaltsbericht. Dass die Stadt bislang auf Kredite verzichten konnte, liegt daran, dass Bund und Freistaat bereits im vergangenen Jahr die coronabedingten Einbrüche bei der Gewerbesteuer vollständig kompensiert und mit rund 21 Millionen Euro ausgeglichen haben, so dass die Stadt hier keine finanziellen Einbußen hatte und Einnahmen von gut 31 Millionen Euro verbuchen konnte.

Als größte Einnahmeposten im Etat 2022 nennt Hiller mit knapp 31 Millionen Euro den Einkommensteueranteil. 17 Millionen Euro kalkuliert er aus der Gewerbesteuer. Größter Ausgabeposten ist jedes Jahr die Kreisumlage. Sie berechnet sich nach der Finanzkraft der Stadt zwei Jahre zuvor und wird für 2022 mit 32,2 Millionen Euro veranschlagt – allerdings nur, wenn sie nicht steigt. Aktuell steht allerdings eine Anhebung von 50,5 auf 52 Punkte im Raum. Wird diese beschlossen, muss die Stadt gut 33 Millionen Euro an den Landkreis überweisen.

Der zweitgrößte Ausgabeposten sind die Personalkosten. 2022 liegt der Ansatz bei 19,6 Millionen Euro. Die Stadt plant einen deutlichen Zuwachs bei den tariflich Beschäftigten von 266 auf 281 Stellen. Dagegen verringert sich die Anzahl der Beamten von 37,5 auf 34,5. Diesem Stellenplan hatte der Stadtrat bereits in seiner Sitzung Ende November zugestimmt.

Um den Verwaltungsetat auszugleichen, muss die Stadt gut 7,5 Millionen Euro aus dem Vermögenshaushalt nehmen. Normalerweise ist es umgekehrt. Mit dem Überschuss aus dem Verwaltungshaushalt werden die Investitionen finanziert. Um diese zu ermöglichen, ist der erwähnte 20-Millionen-Euro-Kredit geplant.

Die Stadt will 2022 gut 15 Millionen Euro in Baumaßnahmen investieren. Dazu zählen die neue Mehrzweckhalle am Lodererplatz (5,4 Mio. Euro), die Breitbandförderung (1,2 Mio.), die Lärmschutzwand an der Taufkirchener Straße (1,13 Mio.), die Sanierung von Laufbahn und Diskusanlage im Sepp-Brenninger-Stadion (610 000 €), Radwege (400 000 €), Straßenbeleuchtung (350 000 €) und die Fahrradabstellanlagen am Bahnhof Erding (120 000 €),

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