Viele Begehrlichkeiten gibt es um die Buslinien durch den Landkreis. Im Dezember kommt der neue Fahrplan. Foto: ham

Der neue MVV-Jahresfahrplan entsteht – Starke Nachfrage im nördlichen Landkreis – Schonfrist für Preisendorf

Erding und Moosburg rücken enger zusammen

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Der neues Jahresfahrplan wird zusammengebastelt. Keine leichte Aufgabe angesichts der vielen Wünsche.

Erding – Einmal im Jahr müssen MVV und Landkreis Tetris spielen, also versuchen, möglichst viele Teilchen zu einem großen (und noch dazu bezahlbaren) Ganzen zusammenzufügen. Im Dezember tritt der neue MVV-Fahrplan in Kraft. Vorher dürfen Gemeinden und Busunternehmer ihre Änderungswünsche vorbringen. Das große Ziel: ein möglichst attraktiver Nahverkehr. Voraussetzung ist immer: An zusätzlichen Angeboten müssen sich alle betroffenen Kommunen finanziell beteiligen.

Im Verkehrsausschuss ging es jetzt wieder um Linien, Minuten, Lücken, Haltestellen und Leerfahrten.Deutlich verbessert wird das Bus- und Ruftaxi-Angebot im nördlichen Landkreis. Auf der Linie 501 Moosburg–Langenpreising–Wartenberg–Erding werden ab Dezember Lücken geschlossen, so dass nahezu ein Ein-Stunden-Takt erreicht wird, kündigte Katrin Neueder von der Verwaltung an. Auch der Abendverkehr wird ausgebaut.

Ruftaxi wird gut angenommen

Sehr gut angenommen wird laut Neueder das Ruftaxi 5010, das an Wochenenden und Feiertagen auf derselben Linie verkehrt. Wartenberg wünscht sich eine Anbindung an den Moosburger Bahnhof, von dem man schnell nach München beziehungsweise Landshut und Regensburg kommt. Ausschuss und MVV sprachen sich für mehr Fahrten aus.

Auf der gleichen Strecke, allerdings mit einer Schleife über Eitting ist das Ruftaxi 5020 unterwegs. Auch hier sollen Engpässe beseitigt und zusätzliche Fahrten bis Erding beziehungsweise Moosburg eingeführt werden. „Die Nachfrage rechtfertigt das“, sagte Neueder.

Eine gute Zukunft hat auch die vor vier Jahren eingeführte und sich jährlich steigender Beliebtheit erfreuende Buslinie 515 zwischen Erding und Hallbergmoos. Der Ausschuss beschloss, das Angebot über 2021 hinaus fortzusetzen – für 209 000 Euro jährlich. Die Gemeinde Hallbergmoos strebt einen engeren Takt an. Doch die angebliche Überfüllung der Busse vermag derzeit nur die Gemeinde zu erkennen. Der Ausschuss stimmte unter der Voraussetzung zu, dass Hallbergmoos die dafür anfallenden Ausgaben alleine trägt.

Preisendorfer haben Zeit gewonnen

Zum Linienausbau bereit ist der Landkreis bei der 562 von Erding über Bockhorn, Fraunberg und Inning nach Taufkirchen. Ob die zusätzlichen Fahrten aber kommen, hängt derzeit an der Gemeinde Bockhorn, die (bislang) nicht mitzahlen will. Geprüft wird nun die Möglichkeit, die Haltestellen dort bei den zusätzlichen Verkehren auszuklammern (wir berichteten).

Zwischen Hoffen und Bangen schwanken noch die Preisendorfer. Auf der Linie 469 Ebersberg–Hohenlinden–Forstern–Forstinning–Markt Schwaben sammeln sich immer wieder Verspätungen an. Um die hereinzuholen, möchte das Unternehmen Preisendorf nur bei jeder zweiten Tour anfahren. Wie berichtet, würde Forstern diesen Weg mitgehen, nicht aber die Preisendorfer, Die nächste, 900 Meter entfernte Haltestelle ist ihnen zu weit. Erst mal bleibt alles wie bisher, denn der Kreis Ebersberg hofft auf eine Reduzierung des Verkehrs auf der B 12, wenn die A 94 in Betrieb ist.

Bald noch klimaschonendere Busse?

In vielen Fällen ging es um leichte Verschiebungen der Abfahrtszeiten, um den Fahrplan einhalten zu können. Hier entschied der Ausschuss praxisfreundlich.

Auch wenn der ÖPNV per se klimafreundlicher ist als Individualverkehr, beteiligt sich Erding an einer Studie, die alternative Antriebsformen prüft. In München, Freising und Fürstenfeldbruck gibt es solche Studien bereits, um etwa Wasserstoff- oder E-Busse möglicherweise auf neu auszuschreibenden Linien einzusetzen. HANS MORITZ

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