Neue Prioritätenliste für S- und Regionalbahn

Schienenausbau: Das plant der Innenminister

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Mehr Geld für den Schienenausbau hat Innenminister Joachim Herrmann (CSU) im Wirtschaftsausschuss des Landtags versprochen. Davon sollen mittelfristig auch zahlreiche Projekte im Landkreis Erding profitieren.

Landkreis - Herrmann teilte mit, dass die neue Bundesregierung das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz bis 2021 auf jährlich eine Milliarde Euro aufstocke. Die Deutsche Bahn investiere allein heuer eine neue Rekordsumme von 1,3 Milliarden Euro in das bayerische Schienennetz. Der Ausbau ist in den Augen Herrmanns dringend nötig. Denn laut Prognosen wird der Ballungsraum München bis 2030 um weitere 400 000 Menschen anwachsen.

Diese für die Region relevante Vorhaben befinden sich im Bau oder in Planung:

- Die Neufahrner Kurve als Bestandteil des Ringschlusses westlich des Flughafens geht im Dezember 2018 in Betrieb.

- Verlängerung des S-Bahn-Tunnels und des Gleises vom Flughafen bis Schwaigerloh im Rahmen des S-Bahn-Ringschlusses (geplanter Baubeginn: 2020).

- Zweites Gleis im Bereich der S 2 St. Kolomann (geplanter Baubeginn: 2023).

- S-Bahn-Ringschluss zwischen Erding und Flughafen (geplanter Baubeginn: 2023)

- Ausbau der ABS 38 Abschnitt Markt-Schwaben – Mühldorf – Freilassing (geplanter Baubeginn: 2023).

- Walpertskirchener Spange (geplanter Baubeginn: 2024).

- Der barrierefreie Ausbau wird an diesen Bahnhöfen umgesetzt: Poing, Markt Schwaben, St. Koloman und Aufhausen. Geplant ist er in Altenerding, Erding sowie im Zuge der ABS 38 in Hörlkofen, Walpertskirchen, Thann-Matzbach und Dorfen.

- Langzüge mit deutlich mehr Kapazität planen Bahn und Freistaat unter anderem auf der S2 ab Markt Schwaben in Richtung München.

Die Jahresangaben aktualisiert der Freistaat jährlich. Sie sind wegen zahlreicher Unwägbarkeiten mit größter Vorsicht zu genießen. Denn selbst bei vollendeter Planung und Baufreigabe kann es zu Klagen kommen, die ein Projekt um Jahre verzögern. Deswegen darf man hinter dem Bau des Ringschlusses ab dem Jahr 2023 und der Walpertskirchener Spange ab dem Jahr darauf große Fragezeichen setzen.

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