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Aktionsgruppe Asyl will mehr Harmonie

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Sie führen die Aktionsgruppe Asyl (v. l.): Andrea Stiegler, Margot Hoigt und Doris Kraeker.
Sie führen die Aktionsgruppe Asyl (v. l.): Andrea Stiegler, Margot Hoigt und Doris Kraeker. © Foto: Meiske

Am Freitag fand ein Pressegespräch mit dem neuen AGA-Vorstand statt.

Erding – Sie war das Gesicht der Aktionsgruppe Asyl (AGA). Jetzt hat sich Maria Brand nach zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen von der Front zurückgezogen. Am Freitag stellte sich der neue AGA-Vorstand in einem Pressegespräch vor.

Neue Vorsitzende ist Margot Hoigt, ihre Stellvertreterinnen sind Doris Kraeker und Andrea Stiegler. In ihren Ämtern bestätigt wurden Susanna Nadler als Schriftführerin und Sabine Prinz als Schatzmeisterin.

Mit dem Amtswechsel im Vorsitz verschiebt sich auch der bisherige Fokus: Lag dieser vorher auf der politischen Ebene und der Asylsozialberatung durch Brand, rückt nun der Kultur- und Bildungstreff ins Interesse der Gruppe. In der von der Stadt zur Verfügung gestellten Räumlichkeit im Bahnhof solle neben den bislang bestehenden Malkursen auch ein Computerkurs sowie Nachhilfe und Bewerbungstraining angeboten werden. Geplant sei ebenfalls eine Beratung von traumatisierten Geflüchteten in Kooperation mit der Beratungsstelle „Neue Ufer“.

Vor allem aber wolle man, anstatt wie bisher vor allem die Konfrontation zu suchen, ein „gutes Verhältnis zum Landratsamt und den Ämtern“ pflegen und „ins Gespräch kommen“, so Hoigt. Gerne würden sie die Stadträte auf die Lebensumstände der Asylbewerber in Form von regelmäßigen Besuchen in den Unterkünften vor Ort aufmerksam machen. Auch die Wohnungsnot sei ein zentrales Thema.

Außerdem solle die AGA, die aktuell 32 Mitglieder zählt, weiterhin auch Ansprechpartner für ehrenamtliche Asylhelfer sein. Eventuell soll sogar ein Stammtisch ins Leben gerufen werden, wo sie sich untereinander austauschen können.

Ein weiterer Aspekt für die drei Vorstandsfrauen ist Hilfe zur Selbsthilfe. „Wir müssen an der Form der Integration arbeiten“, sagte Hoigt, denn die Geflüchteten würden wenig Kontakt zu Gleichaltrigen finden. Stiegler: „Wir versuchen, ein Gleichgewicht zu finden“ – eine Balance zwischen Betreuung durch die Helfer und Eigeninitiative der Flüchtlinge. Katarina Meiske

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