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Simone GutmannDie Fachkraft für Offene Jugendarbeit verlässt den KJR.

Kreisjugendring

Neuer Berater für Jugendtreffs gesucht

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Erding – Nach gut einem Jahr verlässt Simone Gutmann, Fachkraft für Offene Jugendarbeit, den Kreisjugendring. In der Vollversammlung blickte sie auf ihre Arbeit zurück.

Gut ein Jahr lang war Simone Gutmann als Fachkraft für offene Jugendarbeit beim Kreisjugendring (KJR). Jetzt wechselt die 31-Jährige als Teamcoach in die Wirtschaft. Das gab stellvertretende Vorsitzende Birgit Schwaiger in der KJR-Vollversammlung bekannt. Zuvor hatte Gutmann noch von ihrer Arbeit berichtet.

Beim Kreisjugendring sucht man jetzt nach einem Nachfolger für Gutmann, der in 20 Stunden pro Woche ihre Aufgaben übernimmt. Dazu gehören die Betreuung und Unterstützung von Ehrenamtlichen in der offenen Jugendarbeit, die Konzipierung und Durchführung von Veranstaltungen sowie die Beratung von Gemeinden. Die Ausschreibung steht online auf www.kjr-erding.de.

Gutmann wird trotz ihres Weggangs dem Kreisjugendring erhalten bleiben: In der Vollversammlung wurde sie als Beisitzerin in den Vorstand gewählt.

Zu ihren Hauptaufgaben hatte die Beratung und Begleitung der ehrenamtlichen Jugendlichen in den offenen, selbst verwalteten Jugendtreffs gezählt. „Die Arbeit lief ein wenig holprig an, da die Jugendlichen erst Vertrauen fassen mussten“, berichtete Gutmann in der Versammlung. Oft reagierten die jungen Leute anfangs skeptisch auf Hilfe „von außen“.

Es galt also zunächst, den Kontakt zu den Jugendlichen zu suchen, und sie zu überzeugen, dass sie zur Unterstützung und Begleitung der Treffs da ist, und nicht zu deren Überwachung. Anfangs habe sie viele Klinken putzen und sich vielerorts vorstellen müssen, was „mal besser und mal weniger gut“ ankam. Der Kontakt habe erst wachsen müssen, sagte Gutmann. So habe sie etwa mit den Jugendlichen, mit denen sie eine Jugendleiterschulung durchgeführt hat, einen recht guten Kontakt aufbauen können.

„Meist sind es Phasen, in denen die Jugendtreffs Beratung und Begleitung benötigen. Manche Jugendliche in den Treffs sind aber auch dankbar, wenn ihnen einfach jemand zuhört und den einen oder anderen Tipp gibt“, heißt es im Jahresbericht 2015 des Kreisjugendrings über die Fachstelle für Offene Jugendarbeit.

Vor allem in Krisen- und Umbruchsituationen wolle sie die Teenager unterstützen, so Gutmann, die in ihrer Arbeit festgestellt habe, dass der Bedarf in den verschiedenen Einrichtungen ganz unterschiedlich sei. Oftmals wurde sie gerufen, „wenn’s brennt“ – beispielsweise bei Konflikten mit den Gemeinden, mit Anwohnern oder im Vorstand. „Gerade, wo es nur wenig Möglichkeiten gibt, sich zu entfalten, war die Motivation oft am Boden“, berichtete Gutmann, die unter anderem auch bei Neuwahlen anwesend war, um auf einen demokratischen Ablauf zu achten.

Ganz alltägliche Herausforderungen wie der richtige Umgang mit Alkohol und die Umsetzung des Jugendschutzes gehörten ebenfalls zu ihren Aufgaben. Und auch die Beratung in rechtlichen und formellen Fragen der Offenen Jugendarbeit wie beispielsweise Satzung, Nutzungsvereinbarung, GEMA oder Versicherungen seien immer wieder Inhalt der Arbeit der Fachstelle, ebenso die Beratung in Zuschussfragen.

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